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Dunkle Wolken trotz Sonnenschein

28.04.2011

Wien. Das Nächtigungsergebnis von Statistik Austria für die bisherige Wintersaison ist von Wermutstropfen geprägt: Weniger deutsche Gäste, weniger inländische Gäste und leere Betten zu Ostern trotz schönem Wetter.

Spartenobmann Hans Schenner rechnet trotz Regenwetter mit einem Anhalten des positiven Trends beim Städtetourismus

Das heute von Statistik Austria präsentierte Nächtigungsergebnis für die bisherige Wintersaison von November 2010 bis März 2011 (55,62 Mio. Nächtigungen oder -0,9 Prozent) ist von zwei Wermutstropfen geprägt: Weniger deutsche Gäste ( 5,0 Prozent auf 21,32 Mio. Nächtigungen) und weniger inländische Gäste ( 0,8 Prozent auf 12,70 Mio. Nächtigungen). Für Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ist das ein Alarmsignal und einklarer Auftrag zum Handeln: "Wir brauchen hier einen intensiverenEinsatz der Österreich Werbung (ÖW) und Landestourismusorganisationen(Allianz der 10) in Deutschland und in Österreich." 

Österreich ist kein gesättigter Markt
Es sei selbstverständlich eine richtige Strategie der ÖW-ChefinPetra Stolba, mehr ausländische Gäste nach Österreich zu bringen, unddas sei auch gemeinsames Ziel, so Schenner. "Dennoch wollen unddürfen wir am heimischen Markt - und vor allem am NahmarktDeutschland - nicht weiter verlieren. Das Argument 'gesättigterMärkte' lasse ich nicht gelten", stellt Schenner klar. Immerhinmachten die Österreicher 2010 mit 8,48 Millionen Inlandsreisen um 5,9Prozent weniger Inlandsurlaube als noch 2009 (Statistik Austria).Außerdem müsse das Schifahren für die Jugend wieder attraktiv gemachtwerden. "Denn ohne breite Basis bei den heimischen Gästen wirdSkifahren zum Luxussport der Superreichen", warnt Schenner.  

Düstere Prognose für den April
Deshalb unterstützt die Wirtschaftskammer das Netzwerk "Allianz ZukunftWinter", das sich zum Ziel gesetzt hat, die Anzahl der Schüler, die an Schulskikursen teilnehmen, innerhalb der nächsten fünf Jahre von derzeit unter 150.000 wieder auf 200.000 pro Jahr zu erhöhen. Eine Servicestelle des Bundes für Wintersportwochen wurde kürzlich eingerichtet und wie Bundesminister Reinhold Mitterlehner bei der Tourismuskonferenz Ende März in Linz angekündigt hat, werden auch die Bundesländer in Kürze Koordinationsstellen einrichten. Die Prognose für den letzten Monat der offiziellen Wintersaison - den April - fällt eher düster aus. "Die späten Ostern bescherten dem Tourismus einige leere Nester", bilanziert Schenner. "Das schöne Wetter hat zwar so manches kompensiert, aber ein Plus wird das nicht mehr!"

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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