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EDEN – European Destinations of Excellence – kürt Steirisches Vulkanland zum Sieger 2008

14.05.2008

Zur Ermittlung ihrer besten aufstrebenden Tourismusdestinationen der European Destinations of Excellence 2008 lud die Europäische Kommission ihre Mitgliedsstaaten. War 2007 Nachhaltigkeit das Thema gewesen, stand der 2. EDEN-Award ganz im Zeichen des immateriellen Kulturerbes. In Österreich gestalteten das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (bmwa) und die Österreich Werbung (ÖW) den Wettbewerb. Seit heute Mittag steht der Sieger fest.

Die Definition des immateriellen Kulturerbes wurde von der UNESCO übernommen: Mündliche Traditionen, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken zählen dazu.
Zur Teilnahme am EDEN-Award berechtigt die Grundgröße einer Destination: Mindestens zwei Gemeinden muss sie umfassen, sie muss touristisches Potential haben und bereits 80.000 Nächtigungen zählen können (im Kalenderjahr 2006).

Bei der heutigen Finalistenrunde konnte sich das Steirische Vulkanland gegen die mitbewerbenden Destinationen Kulturpark Eisenstraße und Mittelkärnten durchsetzen.

Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (bmwa) zeigte sich erfreut über die Wahl der Jury: "Die Präsentationen der Gewinnerregion, aber auch der anderen Finalisten haben gezeigt, wie viel Elan und innovative Kraft aufgebracht wird, um das immaterielle Kulturerbe für die Bevölkerung und ihre Gäste sichtbar und erlebbar zu machen. Ich bin sicher, dass diese fruchtbare Kooperation zwischen Kultur und Tourismus für viele Regionen Vorbildcharakter haben wird und auch zur langfristigen wirtschaftlichen Stärkung der Regionen einen wesentlichen Beitrag leistet."

Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, unterstrich die Wichtigkeit der Suche nach den Durchtrittsstellen von Geschichte und Identität: "Urlaub in Österreich wird belebt von immateriellen Werten: Was wäre unser Land ohne die kulturellen und sozialen Leistungen seiner Bewohner? Die Österreich Werbung unterstützt das durch das bmwa umgesetzte EU-Projekt EDEN, weil bei der Darstellung unseres Urlaubslandes Werte vermittelt werden sollen, nicht nur bloße Außenansichten."

Die internationale Jury wurde von Mag. Maria Walcher, Leiterin der Nationalagentur für Immaterielles Kulturerbe, Österreichische UNESCO Kommission, geleitet. Sie hob die Wichtigkeit der Ent-Folklorisierung und zeitgemäßen Darstellung des Landes hervor. "Das immaterielle Kulturerbe ist ein schwierig zu vermittelnder Begriff. Mit dem EDEN Award 2008 wurde eine Möglichkeit geschaffen, anhand von regionalen Beispielen und Besonderheiten verständliche und sinnliche Zugänge zu einem komplexen Themenbereich zu schaffen, was zum besseren Verständnis und höherer Akzeptanz der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beiträgt."

Dem Sieger winkt neben verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen die Erstellung eines Promotion-Videos über die Destination, eine Präsentation auf dem Portal der Österreich Werbung www.austria.info und ein Post-Award-Workshop für die nachhaltige Aufarbeitung des Themas in ihrem Angebot.

Im September 2008 präsentiert sich der österreichische Sieger in Bordeaux vor internationalem Publikum.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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