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Effizienter kühlen

09.01.2019

Was bei der Anschaffung neuer Kühlschränke in der Gastronomie zu beachten ist, erklärt ein Ausstatter von Profiküchen.

In der Gastronomie lassen sich 20 Prozent des Stromverbrauchs auf Kälteanlangen zurückführen – das ist neben dem Kochen die zweithöchste Energienutzung. Die Wahl des neuen Kühlgerätes ist also energietechnisch nicht unbedeutend und sicherlich wichtiger als die Optik (und eventuell auch der Preis). Ein gutes Produkt sollte mehr können, als nur kühlen. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf Geräteeigenschaften wie Energieverbrauch und Kühlmittel zu werfen.

„Küchenbetreiber investieren mit energieeffizienter Kühltechnik, die umweltschonende Mittel nutzt, in doppelter Hinsicht in die Zukunft“, erklärt Christoph Koppik, Geschäftsführer des deutschen Profiküchenausstatters Luchs. „Zum einen aufgrund der Kältemittelverknappung und des bevorstehenden Verbots für den Einsatz von HFKW-Kältemittel ab 2020. Das Verbot betrifft auch die Gastronomie, denn in Zukunft wird es keine Möglichkeit geben, Kühlgeräte mit  Kältemitteln wie R134 oder R404 nachzufüllen, sollte es zu Leckagen oder Beschädigungen kommen.“

Grün agieren und sparen

Mehr als auf Preis und Optik der Elektrogeräte kommt es also auf Aspekte wie Isolierung und Effizienzklasse der Kühltechnik an, die sowohl über die Leistungsfähigkeit als auch Langlebigkeit entscheiden. Ein wichtiger Hinweis stellt dabei das Energielabel dar. Dieses verrät den Stromverbrauch des Produkts und somit die zu erwartenden Energiekosten. Da die Kosten auch mit der Amortisationsdauer zusammenhängen, gilt es diesen wichtigen Faktor beim Kauf nicht außer Acht zu lassen. „Wenn man bedenkt, wie hoch der Stromverbrauch bei der Kühlung ist, sollten Gastronomen umdenken und diese Geräte nicht mehr nur als Mittel zum Zweck ansehen, sondern die Potenziale bei der nächsten Anschaffung beachten“, rät Koppik. „Zwar erscheint einem der Kaufpreis für ein energieeffizientes Gerät zunächst hoch, doch erfordern Kühlgeräte in der Gastronomie viel Energie, die sich mit der richtigen Technik sprich Effizienzklasse einsparen lässt. Auch kleine Maßnahmen, wie Reinigung, Austausch defekter Türdichtungen und regelmäßige Temperaturkontrolle, machen langfristig den Unterschied bei der Kostenersparnis, deshalb sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass diese leicht umgesetzt werden können“, erklärt Christoph Koppik.

Ressourcen effizienter nutzen

Als Alternative zu Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial verwenden diverse Modelle natürliche und zulässige Kältemittel wie R290 und R600a. Für Gewerbe, Kantinen oder Restaurants lohnt es sich, in Kühllagerungsgeräte mit Umluftkühlung und integriertem Luftleitblech zu investieren. Trotz des häufigen Öffnens und Schließens der Tür wird so weiterhin eine starke Kühlleistung und gleichmäßige Kälteverteilung gewährleistet.

RED

www.luchs-direkt.at

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