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Ein Dorf weiter gezogen

06.09.2012

Die Brüder Christian und Markus Winkler haben ihr Schindlhaus in Söll, geschlossen, um jetzt die Schwedenkapelle bei Kitzbühel zu übernehmen

Markus (l.) und Christian (r.) Winkler vor ihrer neuen Wirkungsstätte zwischen Kitzbühel und Kirchberg

Vor rund 18 Jahren, am Anfang seiner Kochkarriere, hat Chris­tian Winkler schon einmal in der Schwedenkapelle in Kirchberg gearbeitet. Seit nunmehr einem Monat sind er und sein Bruder Markus Pächter des Lokals, und sie sind überglücklich diesen Schritt getan zu haben.

Zwölf Jahre lang haben die Brüder im Schindelhaus in Söll sehr erfolgreich bis zu drei Hauben und andere Auszeichnungen erkocht, doch dieses Konzept wollen sie nicht auf Kirchberg übertragen. „Spitzenqualität am Teller und im Glas", das ist Christian wichtig. Allerdings soll der Gast nicht stundenlang mit etlichen Gängen und Zwischengängen in seinem Tatendrang gehindert werden. Wer will, kann in einer Stunde hervorragend gegessen haben, und das in legerer Kleidung und bei einem oder zwei Gängen. „Wir sind bewusst einen Schritt rückwärts gegangen, denn die breite Masse versteht dieses Art des Kochens und wir wollen unser Publikum nicht überfordern", erläutern die Brüder die Beweggründe für ihr neues Konzept.

Heimische Produkte stellen nach wie vor die Grundlage der Küche dar. Nunmehr gibt es aber recht bodenständige Gerichte, wie man sie auch aus ihrem „Hüttenkochbuch" kennt. So gibt’s samstags die „Knusprige Sauerei", am Mittwoch stehen „Brodakrapfen" auf der Karte und am Donnerstag sind es die Innereien. „Natürlich würde es mich freuen, wenn wir für diese Art des Kochens Auszeichnungen bekommen würden, aber beeinflussen lassen wir uns davon nicht mehr", erklärt Christian. Dass die Schwedenkapelle rein optisch nicht am neuesten Stand ist, das stört die Winkler-Brüder in keiner Weise. „Das Essen soll schmecken, das Rundherum nicht stören. Vielleicht ändert sich das ja auch einmal", meinen sie dazu. Glücklich sind sie über das gute Einvernehmen mit dem Verpächter, der an manchen Abenden zusammen mit Freunden selber zum Musikinstrument greift, um die Gäste zu unterhalten. „Das kommt super an", schwärmt Christian Winkler.

Brigitte Eberharter

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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