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Ein Frankfurter ist Deutschland beste Weinnase

12.04.2006

Bei der 2. Deutschen Meisterschaft im Weindegustieren, die vom europäischen Weinmagazin Vinum und der Wochenzeitung "Die Zeit" ausgerichtet wurde, hatte ein Frankfurter die Nase vorn. Bei der Finalrunde im hessischen Fulda siegte Cormac Clancy, ein Wahl-Frankfurter und "Mainzer Bub" mit irischer Abstammung, vor Peter Dreykluft aus Hamburg und Svetislav Madzarevic aus Köln. Er wurde damit Nachfolger des Siegers von 2004, Guntram Fahrner aus Karlsruhe, der auch diesmal im Finale vertreten war, sich aber nicht ganz vorn platzieren konnte.

Der 39-Jährige zeigte er sich in allen sieben Disziplinen des Finales sattelfest. Die 34 Teilnehmer hatten Rebsorten, Herkunftsländer und Jahrgänge unterschiedlichster Weine sowie die Geburtsstätten verschiedener Schaumweine zu erkennen. Sie mussten Weinfehler wie Kork, flüchtige Säure und Oxidation richtig zuordnen und überlegen, ob ein österreichischer Riesling aus dem gleichen Fass aus einer Flasche mit Schraubverschluss oder Naturkorken stammte. Die Aufgaben waren schwierig, aber die Antworten zeigten ein hohes Niveau und viel Fachkompetenz, obwohl die meisten Finalisten nicht vom Fach waren, sondern Weingenuss eher als Hobby sehen.

Insgesamt beteiligten sich mehr als 3200 Weinfreunde am Wettbewerb. In der ersten Runde konnten Weinpakete mit zwölf lediglich nummerierten, aber nicht etikettierten Flaschen bestellt werden, die Weinbeschreibungen zuzuordnen waren. Die Veranstalter mussten dafür sogar eine Sondergenehmigung einholen, weil der Vertrieb von nicht ordnungsgemäß etikettierten Weinflaschen eigentlich nicht zulässig ist. Die Abfüllung stand unter Aufsicht der rheinland-pfälzischen Weinkontrolle.

Mindestens sieben von zwölf möglichen Treffern reichten für den Einzug in das Halbfinale, das Anfang März für rund 160 Weinfreaks in München, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg über die Bühne ging. Die von Vinum ausgetüftelte Aufgabenstellung war in allen drei Runden unterschiedlich und verlangte fundierte Kenntnisse von der internationalen Weinwelt.

Auch einige Frauen zogen in die Schlussrunde ein und schlugen sich hier tapfer. Beste war die Weinhändlerin Katrin Friederichs aus Düsseldorf, die auf ihren insgesamt 12. Rang stolz war und sich jetzt zumindest inoffiziell "Deutsche Degustationsmeisterin" nennen darf.

www.vinum.de

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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