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Ein guter Sommer

24.08.2016

Die ersten Nächtigungszahlen für den Juli und das erste Halbjahr sind da: Es sieht überall gut aus. Graz meldet sogar einen Allzeithoch.

Tirol bilanziert zur Halbzeit der Sommersaison (Mai bis Juli) mit einem Plus von 3,8% (9,3 Mio) bei den Nächtigungen und 5,0% bei den Ankünften (2,7 Mio). Kurzreisen sind weiter im Steigen begriffen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 3,5 Tagen und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Besonders deutsche und inländische Gäste sorgen für gute Zahlen bei Nächtigungen (+7,9%) und Ankünften (+10,9%). Damit stellen sie weiterhin jede zweite Nächtigung in Tirol. Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter freut sich über die positiven Zahlen, weist aber darauf hin, dass sie nicht ein zu eins auf den wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe umgelegt werden können: „Entscheidend ist die Wertschöpfung.“ Tirol profitiert auch von einer sensibilisierten Risikowahrnehmung der Gäste, Nahmärkte wir Tirol gelten als sicher. Außerdem sei der alpine Bergsommer beliebt, sagt Tirol Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter: „In den vergangenen zehn Jahren haben die Nächtigungen im Sommer um 13,8 Prozent und die Ankünfte um 42,8 Prozent zugenommen.“

Kärnten

Auch Kärnten meldet starke Zuwächse bei den Gästeankünften: 11,6% allein im Juli. Und 6,5% mehr Übernachtungen, davon stellen 60 Prozent ausländische Gäste (+5,4%). Noch stärker sind die Nächtigungen der Inländer gestiegen: + 8,3%. Der Zuwachs der Übernachtungen von Mai bis Juni ist mit +2,3% etwas bescheidener ausgefallen, die durchschnittliche Verweildauer liegt dafür mit 4,2 Tagen höher als in Tirol. Dennoch: „Der Trend zu Kurzurlauben und kurzfristigen Buchungsentscheidungen hat nun auch die Hauptsaison erreicht“, sagt Kärnten Werbung Geschäftsführer Christian Kresse. „Dem gilt es in der Produktentwicklung und im Verkauf noch mehr Rechnung zu tragen.“

Wien

In Wien war der Juli etwas schwächer als in Kärnten: +4,1% Nächtigungen. Damit übertraf man aber den Bestwert aus dem Vorjahr und lag ungefähr im Durchschnitt von +4,8% für die gesamte erste Jahreshälfte (Jänner bis Juli). Zweistellige Zuwächse gab es im Juli aus Österreich, Italien, Großbritannien und China, bei Deutschland, Frankreich und Spanien war er einstellig. Aus der Türkei kamen sogar um 40% mehr Gäste! Rückgänge verzeichneten die USA, die Schweiz und einmal mehr Russland.

Der Nächtigungszuwachs im Juli kam allen Kategorien der Wiener Hotellerie mit Ausnahme der 5-Sterne Häuser zugute. Die durchschnittliche Bettenauslastung erhöhte sich auf 67,5 % (7/2015: 64,2 %), die Zimmerauslastung auf rund 86 % (7/2015: rund 81 %). Wiens Hotelkapazität hat sich vom vorjährigen auf den heurigen Juli um 400 Betten auf 64.500 (- 0,7 %) verringert. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotel­lerie im ersten Halbjahr (die Juli-Zahlen sind noch nicht bekannt) liegt heuer mit 327.366.000 Euro um 2,8 % über dem Vergleichswert 2015. Der RevPAR liegt bei 50 Euro pro Zimmer und ist gegenüber dem Vorjahr um 3% gesunken.

Graz

In der steirischen Hauptstadt bejubelt man den Juli 2016 als „stärksten Monat aller Zeiten“: 119.831 Nächtigungen sind das bisher beste Monatsergebnis in der Grazer Tourismusgeschichte. Im Vergleich zum Juli des Vorjahrs sind das +11,6%. Die Gästeankünfte haben sogar um 16,8% zugenommen. Insgesamt wuchsen die Nächtigungen im 1. Halbjahr 2016 um 3,3% und liegen damit über dem Rekordergebnis von 2015. Zurückzuführen sind diese erfreulichen Zahlen wie in Tirol auf Zuwächse in den beiden wichtigsten Herkunftsmärkten Österreich und Deutschland, beide wuchsen allein im Juli zweistellig. Aber auch aus China, Japan und den USA kommen immer mehr Besucher. Ein Indikator für die steigende Internationalität der Destination Graz.

In den Monaten Jänner bis Juni punktet Graz als Kongressstadt und mit Businessreisenden, im Sommer als klassisches Städtereiseziel mit zugkräftigen Veranstaltungen bei Kultur, Kulinarik und Sport (Formel 1 und Moto GP am Red Bull Ring). „Zahlen wie im Juli sind natürlich nur möglich, da die Hotelzimmer im klassischen Städtetourismus viel öfter als Doppelzimmer genutzt werden, während im Kongress- und Geschäftstourismus die Einzelzimmerbelegung vorherrscht“, schränkt Hubert Pferzinger, der Vorsitzende des Tourismusverband Stadt Graz ein.

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