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Ein neuer Keller ohne Keller

19.08.2010

Beim Wachauer Weingut F.X. Pichler werden Traditionen hochgehalten. Dennoch werden anstehende Änderungen mit Mut und Stil angegangen

Ein Keller ohne Keller: Der mitten in den Weingärten gelegene Neubau hat kein Untergeschoß. Die Kelterung und Reifung der Weine passiert ebenerdig. Im Obergeschoß hat Lucas Pichler einen edlen Degustationsraum mit Blick

 Was Philosophie und Ausbau der Weine betrifft, sind die Pichlers absolute Traditionalisten. Daran wird sich auch mit dem neuen „Keller“ nichts ändern. Der Neubau hat auch nichts mit einer eventuellen Neuausrichtung des Weinguts zu tun, sondern einzig und allein mit der leidigen Hochwassersituation in Unterloiben. Das regelmäßige mühsame Ausräumen des Kellers gehört jetzt jedenfalls der Vergangenheit an. Und wenn man im Hause Pichler etwas anpackt, dann mit Geschmack und Stil. Im Inneren folgte die Planung den Notwendigkeiten eines Weinbaubetriebs, dennoch wurde auf eine stimmige Architektur geachet.

Trotz seiner modernen Form passt sich das Gebäude perfekt in die Landschaft ein. Es ist weder Denkmal noch Monument, sondern einfach ein stilvoller Blickfang. Doch nicht nur der Blick auf das Haus ist gelungen, auch der Ausblick vom Verkostungsraum ist atemberaubend. So wächst bei einer Verkostung das Verständnis für die unterschiedlichen Lagen, wenn man diese nicht nur im Glas hat, sondern auch gleich im Blickfeld.

Bei der Verkostung des aktuellen Jahrgangs 2009 offenbart sich nicht nur die vinophile Philosophie der Pichlers, sondern auch die Stärke des Jahrgangs. Bei den Veltlinern beeindruckten vor allem die Smaragde Kellerberg und „M“, bei den Rieslingen kam bei allen Proben – von den leichtfüßigen Federspielen bis zum jedes Mal aufs Neue faszinierenden „Unendlich“ – Begeisterung auf. Zu schade zum Jetzt-Trinken? Angesichts des gewaltigen Reifepotenzials dieser Smaragde sicher ja. Andererseits machen die Weine auch schon jetzt unenedlichen Trinkspaß.

Bei aller Tradition, die hier hochgehalten wird, verschließt man sich gewissen Neuerungen dennoch nicht. Die Federspiele und „Einstiegs-Smaragde“ werden ab heuer mit Schraubverschluss abgefüllt.

Kontakt: fx-pichler.at
Wolfgang Schedelberger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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