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Ein Seitel jeden Tag

04.12.2014

Österreich ist nicht nur Vizeweltmeister im Bierkonsum. Regionalität und ein gut gezapftes Bier sind Österreichern wichtig, so das Ergebnis des Bierkulturberichts 2014.

Text: Alexander Grübling

 

Für 94 Prozent der Österreicher – und damit für so viele Menschen wie noch nie – spielt Bier eine wichtige Rolle für die österreichische Getränkekultur. Gegenüber dem Jahr 2009, als die Brau Union ihren Bierkulturbericht zum ersten Mal herausgebracht hatte, eine deutliche Steigerung. Damals lag der Wert noch bei 88 Prozent.

Gutes Bier auf dem Vormarsch
Ein möglicher Grund dafür: „Es gibt immer mehr gutes Bier. Selbst in Supermärkten gibt es mittlerweile eine vielfältige Auswahl“, sagt Bierexperte Conrad Seidl anlässlich der Präsentation des Bierkulturberichts 2014.
In diesem Zusammenhang interessant ist auch die Tatsache, dass die Österreicher immer mehr Wert auf gut gezapftes Bier legen, auch die Beratungsqualität ist wichtig (vor allem in der Gastronomie), und die Bierauswahl wird bewusster getroffen. Apropos gut gezapftes Bier: 80 Prozent der Österreicher ist dies „sehr wichtig“ oder „wichtig“ (2013: 50 Prozent). Und zur Beratungsqualität in der Gastronomie ist zu sagen, dass knapp die Hälfte die Beratung in Gaststätten „gut“ oder „sehr gut“ finden – Männer sind hier zufriedener als Frauen, Menschen in Ballungsräumen finden die Beratungsqualität besser als Personen, die am Land leben.
Brau-Union-Generaldirektor Markus Liebl: „Besonders in den letzten Jahren haben wir ein wachsendes Interesse an Bierkultur festgestellt – das zeigt sich unter anderem an großem Interesse und guter Auslastung der Biersommelier-Kurse in der Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen, aber natürlich auch an der anhaltend starken Nachfrage nach Bierspezialitäten.“ Seidl: „Die Österreicher trinken bewusster, wählen kundiger aus und genießen mehr.“

Herr und Frau Österreicher denken bei Bier durchaus regional – und dabei vor allem an das Bier, das in der Nähe ihres Wohnortes produziert wird. 86 Prozent sind davon überzeugt, dass heimische Bierspezialitäten wichtig für die Getränkekultur sind – quer durch alle Altersgruppen. Die Südösterreicher sind hier noch regionalbewusster: 92 Prozent von ihnen finden, dass regionale Spezialitäten wichtig sind – im Vergleich zu 83 Prozent im Osten.

Beim Bierkonsum schlägt sich das auch nieder: 74 Prozent der Österreicher geben an, dass sie beim Bierkonsum auf die Herkunftsregion des Bieres achten, 91 Prozent sind mit dem diesbezüglichen Angebot in Supermärken zufrieden, und 40 Prozent finden, dass Biere aus ihrer Heimat ein besseres Image haben als Biere aus anderen Regionen. Für 70 Prozent der Österreicher ist der Konsum von heimischem Bier auch ein Statement: Sie drücken so ihre Verbundenheit zur Heimat aus, 62 Prozent konsumieren es gerne, weil es auch im Freundeskreis populär ist. Außerdem meinen 79 Prozent der Bevölkerung, dass sie mit dem Konsum von Bierspezialitäten aus der Heimat die österreichische Wirtschaft und die Bauern unterstützen.

Dass die Österreicher mit rund 108 Litern pro Nase und Jahr Vizeweltmeister in Sachen Bierkonsum sind, ist kein Geheimwissen mehr. Aber: Immerhin zwei Drittel der Österreicher (66 Prozent) bezeichnen sich selbst als regelmäßige Biertrinker. 28 Prozent geben sogar an, mehrmals pro Woche Bier zu konsumieren. Ein Viertel genießt den Gerstensaft mehrmals pro Monat, 13 Prozent trinken täglich ihr Bier.
www.brauunion.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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