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Ein Spezialrezept aus der Huberschen Kaffeeküche

03.12.2010

Hochwertiger Rohkaffee, perfekt geröstet, gekonnt zubereitet und in der vorgewärmten Tasse serviert, verspricht höchsten Kaffeegenuss

Arabica und Robusta geröstet

„Für erstklassigen Kaffeegenuss ist qualitativ hochwertiger Kaffee unverzichtbar", stellt Goran Huber zum wiederholten Mal seinen Ausführungen voran, ehe er uns diesmal eine von ihm bevorzugte und zusammengestellte Spezialmischung aus Arabica und Robusta präsentiert, die er selbst ausgewählt, verlesen und geröstet hat. „Die Arabica-Sorten dieser Kaffeemischung habe ich auch bei der WM in London verwendet", gibt Goran Huber für das Caféjournal eines seiner großen Geheimnisse preis.

Man nehme: 15 Prozent Guatemala-Arabica (Anbaugebiet Antigua), 20 Prozent Arabica aus Kolumbien (Anbaugebiet Huila), 50 Prozent brasilianischen Arabica (Anbaugebiet Cerrado) und 15 Prozent Robusta aus Indien (Anbaugebiet Mysore).

Geröstet wird mit der Trommel, langsam und schonend, das heißt, bei niedriger Temperatur. Nach 20 Minuten ist der Röstvorgang zu Ende. „Grundsätzlich empfehle ich für eine sehr gute Espressomischung die Röstung mittels Trommel", so der Tipp des Experten. Geröstet werden alle Sorten gemeinsam, das hat bei allen Versuchen ein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. „Die vier Sorten harmonieren gut miteinander, sie binden sehr gut." Am besten schmeckt die Mischung zwischen 17 und 23 Tage nach der Röstung. Bei anderen Kaffeesorten und -mischungen kann auch das Rösten der einzelnen Sorten die bessere Variante sein. Das kann man nur mit vielen Versuchen selbst herausfinden", meint Goran Huber.

Um einen perfekten Espresso in die Tasse zu bekommen benötigt man zunächst eine erstklassige Kaffeemischung und eine perfekt eingestellte Kaffeemaschine mit der richtigen Temperatur. Für die heute präsentierte Mischung empfiehlt Huber eine Brühtemperatur von 93° C und verweist auch auf die Bedeutung der richtigen Extraktionszeit. „Je nach Maschine müssen Siebgröße und Temperatur aufeinander abgestimmt werden; und wenn statt sieben Gramm Kaffee eher neun Gramm Kaffee erforderlich sind, dann nehme ich die auch. Nur so ist dann auch das Ergebnis zufriedenstellend. Die richtige Menge Kaffee wird gleichmäßig im Sieb verteilt und anschließend gut getampt. Zwischen 20 und 30 Sekunden Extraktionszeit sind optimal."

Nach perfekter Röstung und Zubereitung an der Maschine sind noch vorgewärmte Tassen wichtig. Dann nimmt man schon beim Riechen den für diese Mischung typischen Tabak- und Karamell-Geruch war. Der Espresso selbst schmeckt vollmundig, würzig, hat eine gut abgestimmte Säure und ein Aroma, das deutlich an Zartbitter-Schokolade erinnert.

Diese Espressomischung eignet sich auch hervorragend für Milchgetränke sowie jegliche Art von Kaffeekreationen. Für die Zubereitung von Verlängerten ist Hubers Spezialmischung jedoch nicht zu empfehlen, dafür ist der Kaffee zu dunkel geröstet, und bedingt durch den hohen Wasseranteil beim Verlängerten könnten Bitterstoffe herausgelöst werden. 25 bis 30 ml Wasser werden für den perfekten Espresso verwendet.

Zudem gibt Huber zu bedenken: Der Verlängerte wird nur in Österreich, Deutschland („Kaffee Crema") und in der Schweiz („Schümli") getrunken. Es gibt daher auf der ganzen Welt keinen Halbautomaten-Hersteller, der geeignete Maschinen für Verlängerte produziert. Espresso wird hingegen auf der ganzen Welt getrunken, darauf sind auch die Maschinen und die Kaffeemühlen abgestimmt. Als „leichter" Kaffee hat sich in allen Weltregionen aromatischer Filterkaffee durchgesetzt, die vorgestellte Mischung ist jedoch für Filterkaffee nicht geeignet - sie eignet sich nur für Espresso.

Hochwertiger Rohkaffee, perfekt geröstet, gekonnt zubereitet und in der vorgewärmten Tasse serviert, garantiert für den Gast Kaffeegenuss auf höchstem Niveau garantiert. „Nehmen Sie sich Zeit für eine gute Tasse Kaffee!" appelliert Kaffee-Experte Goran Huber und weiß: „Ihre Gäste werden begeistert sein!".

 

Die Kaffeesorten für die Spezialmischung von Goran Huber sind:

Guatemala (Arabica)

Anbaugebiet Antigua, Plantage San Sebastian.

Der Kaffee wächst auf zirka 1.900 Meter unter Schattenbäumen. Er wird nass aufbereitet und die Pergaminos sonnengetrocknet.

Columbien (Arabica)

Anbaugebiet Huila.

Dieser Los Naranjos de San Augustin-Kaffee wächst zwischen 1.600 und 1.900 Meter, wird nass aufbereitet, sonnengetrocknet und handverlesen. Die Varietät ist 90 Prozent Caturra und 10 Prozent Columbia.

 

Brasilien (Arabica)

Anbaugebiet Cerrado, Plantage Sao Silvestre

Der Kaffee wächst auf zirka 1.200 Meter Seehöhe. Die „Late Harvest"-Spätlese stammt von der Baumseite, die nur von der Morgensonne bestrahlt wird. Der Kaffee reift daher langsamer. Die Kaffeekirschen werden handverlesen und trocken aufbereitet. Die Varietät ist 75 Prozent Yellow Bourbon und der Rest Yellow Icatu.

 

Indien (Robusta)

Anbaugebiet Mysore.

Der Kaapi Royale Robusta-Kaffee wächst zwischen 500 undis 1.000 Meter Seehöhe und wird nass aufbereitet. Die Standard-indischen Pergament Kaapi Royale Kaffee ist ein Screen 17. Diese besondere Qualität des Kaffees ist vollmundig und weich.

(Redaktion: Goran Huber)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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