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Markus Grießler (Spartenobmann Wr. Tourismus- und Freizeitwirtschaft), Herbert Zotti, (Wiener Volksliedwerk), und Maria Patek (BM für Nachhaltigkeit und Tourismus)

Ein Tourismuspreis für das „Wienerlied“

01.12.2019

Als musikalisches Kulturgut ist das Wienerlied ein Tourismusfaktor. Dafür wurde es geehrt.

Touristisch gesehen kennt man in Wien den Steffl, Schönbrunn oder die vergangenes Jahr ausgezeichnete Staatsoper als Publikumsmagnet. Dass der Tourismuspreis der Hauptstadt heuer an das immaterielle Kulturgut „Wienerlied“ geht, ist so gesehen eine Überraschung. Aber auch nur auf den ersten Blick. „Das Wienerlied vereint in musikalischer Form die positiven Werte der Wiener Gastlichkeit und trägt sie in die Welt hinaus. Es verbindet traditionelles mit zeitgemäßem Kulturgut und begeistert viele Menschen seit über einem Jahrhundert“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Die Heurigenkultur ist ohne Wienerlied nicht vorstellbar. So gesehen ist der Tourismuspreis heuer eindeutig ein Gastro-Preis.  

19. Jahrhundert

Anders als Volkslieder aus dem ländlichen Raum, ist das Wienerlied eine relativ junge Erscheinung. Erst im Zuge der Industrialisierung und des Anwachsens der Städte Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich das Wienerlied und hatte bis in die 1930er Jahre seine Hochzeit.

Die sehr eingängigen Melodien werden bis heute in Wiener Heurigenbetrieben gesungen und erfreuen sich hoher Beliebtheit. Neben der traditionellen Interpretation erlebte das Wienerlied ab den 1970er Jahren ein modernes Revival. Schätzungsweise gibt es bis zu 70.000 Wienerlieder, von denen heutige Musiker nur einige Hundert im Repertoire haben.

Beim 30. Tourismuspreis traten dann auch mit Christl Prager, Roland Neuwirth und Wiener Blond drei sehr unterschiedliche Interpreten des Wienerliedes auf. Das Genre sei aktueller denn je, so Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.

Autor/in:
Daniel Nutz
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