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Auch in Gastronomie und Hotellerie ein Thema: Sexuelle Belästigung.

Eine Ampel gegen Belästigung

28.06.2018

Wie sich Mitarbeiterinnen eines kalifornischen Restaurants gegen sexuelle Belästigung zur Wehr setzen.

Sexuelle Belästigung in der Gastronomie ist ein Thema, das wenig Beachtung findet. In Österreich gibt es dazu etwa keine Zahlen. Anders in den USA. Laut einer Untersuchung der Organisation „Restaurant Opportunities Center“ aus dem Jahr 2014 gaben 90 Prozent der befragten weiblichen Restaurant-Angestellten an, bereits sexuell belästigt worden zu sein. Auch 45 Prozent der Männer gaben an, schon belästigt worden zu sein.  

Automatische Reaktion

Diesem Problem nimmt sich die amerikanische Restaurantchefin Erin Wade aus Oakland in Kalifornien an. Um ihre Mitarbeiterinnen vor sexueller Belästigung zu schützen, hat sie mit ihnen ein Farbsystem entwickelt, mit dem sie signalisieren können, dass sie von Kunden belästigt werden und in welcher Intensität. Erin Wade, die auch als Buchautorin tätig ist, erklärt dieses System in einem Beitrag für die „Washington Post“. 

Gelb bedeutet, dass sich eine Angestellte oder ein Angestellter von einem oder mehreren Gästen belästigt fühlt. Sie oder er kann dann entscheiden, den Tisch weiter zu bedienen oder nicht. Sonst übernimmt der Vorgesetzte den Tisch. Wenn Gäste die Angestellten direkt in einer sexuell zugespitzten Weise ansprechen beziehungsweise es zu Berührungen kommt oder zu wiederholten Vorfällen, schlägt die orange Kategorie Alarm. Dabei setzt es eine Ermahnung an den Gast. Hilft das nichts, gibt es Rot und einen Verweis aus dem Restaurant. Wichtig ist der Initiatorin, dass das System automatisch wirkt. Die Servicekraft muss sich also nicht rechtfertigen oder erklären.  

Kommentar zum Thema: Restaurant-Grapscher

Autor/in:
Daniel Nutz
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