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Eine Frage der Bildung

21.08.2009

Wie in anderen Berufen auch macht der Ausbildungsstatus im Etagenservice ein Gutteil der erzielten Qualität aus. Gerade dieser Mitarbeiterbereich der Hotellerie muss sich allerdings mit einem gewissen stiefmütterlich behandelten Status abfinden.

Irmi Schüttelkopf stößt mit ihrer Forderung nach mehr Qualitätsbewusstsein auf immer mehr Ressonanz

Eben diesen hat vor vielen Jahren Irmi Schüttelkopf zum Anlass genommen, ihr Beratungsunternehmen "arhis" zu gründen. Diese "Academy for Roomservice an Housekeeping Irmi Schüttelkopf" ist auf die Schulung in diesem Hotelservicebereich spezialisiert. Im Vorjahr hat Schüttelkopf in Ergänzung zur Aus- und Weiterbildung von Zimmermädchen eine eigene Diplomausbildung für Gouvernanten ins Leben gerufen. Diese gibt Frauen und Männern eine neue Chance, als qualifizierte Abteilungsleiter in den anspruchsvollen Arbeitsmarkt von Hotels, Krankenhäusern, Sanatorien etc. einzusteigen. Dieses Diplomprogramm für Gourvernanten geht übrigens im August 2009 in die nächste Runde.

"Auf der einen Seite haben die MitarbeiterInnen im Etagenservice verantwortungsvolle Aufgabe, den Wert und das Image des Hauses zu pflegen und zu erhalten. Auf der anderen Seite wird besonders im Pflege- und Reinigungsbereich zu wenig Wert auf gut geschultes Personal gelegt. Die Folgen daraus sind ständig frustrierte, demotivierte, häufig flukturierende MitarbeiterInnen", weiß Schüttelkopf.

Mit ihrer Einschätzung steht die Pionierin in Sachen Housekeeping mittlerweile nicht mehr allein da.

Lehrberuf in Vorbereitung
Gotthard Scheiber, Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Tirol, will den Tourismus stärker als Motor zur Belebung des in der allgemeinen Wirtschaftskrise angespannten Arbeitsmarktes in Szene setzen. "Die Wirtschaftskammer Tirol hat dazu einen eigenen Arbeitskreis eingerichtet (ÖGZ 21 hat berichtet). Und ab Herbst soll in Abstimmung mit der Bundessparte und den Ländern ein neuer Lehrberuf auf Schiene sein. "Für Gouvernanten und Zimmermädchen gab es bisher keine definierte Ausbildung. Wir müssen aber noch viel mehr tun für unser Image", führt Scheiber aus, der überzeugt ist, dass es genug gute Häuser in Österreich gibt, die nach diesem Beruf lechzen.

Der Qualitätssteigerung haben sich auch die beiden Beraterinnen Gabriele Perklitsch und Andrea Pfleger verschrieben. Sie veranstalten seit einigen Jahren einen eigenen Housekeeping-Kongress, der heuer auf breiter Front im Zeichen des Betts stehen wird.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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