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Eine Marke entdeckt sich neu

11.07.2013

Mercure reagiert auf veränderte Erwartungen der Gäste, setzt auf „glokal" und verbindet weltweit einheitliche Qualität mit regionalen Produkten.

Mercure City Salzburg hat das emotionale „glokale“ Hotelleriekonzept umgesetzt: Die Zimmer bieten mehr Wohnkomfort, und die Lobby präsentiert sich als gemütliches Wohnzimmer

Die Mercure-Hotels feiern ihren 40. Geburtstag. Für die Accor Group ein Grund, die Marke neu zu definieren. Mercure verfügt weltweit über 700 Hotels, davon elf Hotels mit 1.500 Zimmern in Österreich, und ist einer der führenden Anbieter im Mittelklasse-Segment. „Das Segment der Mittelklassehotels ist eingeklemmt zwischen der sich modernisierenden Economyklasse und der immer erschwinglicher werdenden Luxusklasse. Wir haben uns gefragt: Quo vadis, Mittelklasse?", so Volkmar Pfaff, Senior Vice President Mercure Region Central Europe. Mercure ist eine nicht standardisierte Marke der Accor Hotels und verfügt in Österreich über eine Markenbekanntheit von 43 Prozent.

„Glokales" Konzept

„Wir müssen uns von der Konkurrenz abheben, und die wachsende Nachfrage nach einem authentischen, kundenfreundlichen und vielfältigen Angebot in der Mittelklasse ist eine Chance für Mercure. Wir haben ein anspruchsvolles Konzept entwickelt, das mit den traditionellen Mustern, die auf dem Preis-Leistungs-Verhältnis basieren, bricht. Wir setzen auf ein emotionales ‚glokales‘ Hotelleriekonzept. Das heißt: weltweit einheitliche Qualität, aber individuelle, regionale Angebote in den Mercure-Häusern", erläutert Pfaff die Neuausrichtung. Es ist mehr als nur ein neues Logo mit lebendigen Farben. Der bisher funktionell gestaltete Lobbybereich wird als offenes Wohnzimmer gestaltet, in dem der Rezeptionist zum „Gastgeber" mutiert. Die Verwendung von Tablets für den Check-in soll für einen entspannten Dialog zwischen Hotelmitarbeiter und Kunde sorgen. Weiters werden die Zimmerprodukte verändert. „Wir möchten hinaus aus der Funktionalität und setzen auf Wohnkomfort mit den beiden Modellen Dedicas- und Inspired Rooms. Die Renovierungskosten pro Zimmer belaufen sich auf 5.000 bis 13.000 Euro. Als bedarfsgerechtes Angebot für mobil arbeitende Menschen hat Mercure EasyWork entwickelt – gezielt modulierbare Arbeitszonen, die mit entsprechenden Geräten und Internetanschluss ausgestattet sind. Serviert werden leichte, kleine Snacks und Getränke.

Markenausbau

Im Bereich Gastronomie setzt man auf regionale Besonderheiten nach dem Motto „The best place to eat". Die Speisekarte muss mindestens 20 Prozent regionale Gerichte enthalten. Nach Salzburg wird das Mercure Hotel Josefshof in Wien das neue Konzept umsetzen. Franz Honegger erklärt dazu der ÖGZ, dass vieles, was das neue regionale Angebot betrifft, bereits umgesetzt ist: „Die Zimmer bieten höchsten Wohnkomfort, und unsere Seminarräume können für Mercure EasyWork genutzt werden. Einzig der Empfangsbereich präsentiert sich noch nicht als Wohnzimmer." Mehr Sorgen bereitet Franz Honegger derzeit die Pleite des Bauunternehmens Alpina. „Die Eröffnung des ibis Styles Hotels in Wien-Döbling wird sich dadurch um bis zu vier Wochen verzögern", so Honegger. Bis 2016 möchte Mercure sein Hotelnetz in Zentraleuropa von 128 auf 200 Häuser ausbauen. „Umgelegt auf Österreich bedeutet dies, dass wir 20 Häuser der Marke Mercure im Rahmen von Franchiseverträgen betreiben möchten. Für uns sind Standorte in den Feriendestinationen Salzburg, Tirol und Vorarlberg durchaus interessant. Aktuell verhandeln wir über ein neues Hotel in Österreich, aber mehr kann ich noch nicht verraten", so Pfaff.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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