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An einem Strang ziehen

02.10.2014

Peter-Paul Frömmel, Spartengeschäftsführer der WKOÖ, und Robert Seeber, WKOÖ-Spartenobmann erklären, worauf es in der heimischen Tourismusbranche ankommt

Frömmel
Seeber

ÖGZ: Wo sehen Sie momentan Ihre wichtigsten Aufgaben?
Seeber: Als Spartenobmann und Vorsitzender des Landestourismusrates liegt meine derzeitige Haupttätigkeit in der Reorganisation und Evaluierung des Oberösterreich Tourismus. Für unsere Mitglieder ist es besonders wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Nur so können die entsprechenden Rahmenbedingungen für einen optimalen Marktauftritt geschaffen werden. Wichtig ist außerdem, dass wir sehr effizient und effektiv mit unseren Mitteln umgehen, um den bestmöglichen Nutzen zu erzie-
len.

Frömmel: Im Bereich der Rahmenbedingungen haben wir uns in den vergangenen Monaten intensiv mit der Allergenverordnung beschäftigt. Es ist uns geglückt, die administrative Belastung für die Betriebe zu minimieren. In nächster Zeit wird es auch Informationsveranstaltungen und Schulungen zu diesem Thema
geben.
Welche Maßnahmen wurden von Ihrer Seite gesetzt, um die Rahmenbedingungen der Betriebe zu verbessern?
Seeber: Ein besonderer Schwerpunkt ist die Erleichterung der Betriebsaufgabe bzw. Betriebsübergabe. Derzeit ist es fast unmöglich, nach dem Berufsleben einen halbwegs akzeptablen Übertritt in die Pension zu schaffen.
Frömmel: Bei „Tourdata“ arbeiten wir mit Oberösterreich Tourismus an einer Qualitätsverbesserung des Marktauftritts für alle. Uns ist wichtig, dass man uns im Internet optimal findet.

„Der Tourismuspreis Brilliance wirkt befruchtend auf die ganze Branche.“

Was bringen Tourismuspreise?
Frömmel: Österreichweit gibt es den Innovationspreis für Tourismus. In Oberösterreich haben wir den Bril-
liance, der alle zwei Jahre vergeben wird. Dabei kommen nicht nur die Sieger vor den Vorhang, dieser Wettbewerb wirkt auch befruchtend auf die gesamte Branche.

Welche wichtigen Initiativen gibt es?
Seeber: Wir sind da sehr initiativ und unterstützen etliche Kooperationen, wie die „Kultiwirte“ oder die „hotspots“, deren Obmann ich auch bin. Ein weiterer Bereich ist das Thema Genussland. Durch Regionalität wird Authentizität im gastronomischen Bereich geschaffen und damit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Wie sieht es mit dem Ganzjahrestourismus aus?
Frömmel: Da müssen wir noch stärker werden. Da braucht es Angebote und Marketing-Maßnahmen. Unsere Wellness-Angebote tragen stark dazu bei. Auch Wandern verlängert die Sommersaison. Unsere Besonderheit ist der starke Geschäftstourismus sowie Kultur- und Städtetourismus. Breit aufgestellt lässt sich auch schlechtes Wetter leichter ausgleichen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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