Direkt zum Inhalt

Eiskarten sind gute Verkäufer

16.10.2007

Aufwendige, kalorienreiche Dessertvariationen in der Menüfolge werden gerne gegen ein oder zwei Kugeln Eis getauscht.

In Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen werden Eis- und Eisdesserts zu jeder Jahreszeit konsumiert. Hierzulande ist dies noch ein bisschen differenzierter zu sehen. Frau und Herr Österreicher genießen die kühle Erfrischung bevorzugt in den Sommermonaten, doch auch im Winter will der Gast nicht völlig auf das süße Gefrorene verzichten.

Lebkuchen und Bratapfel
„Bei uns gibt es das ganze Jahr über Eis. Im Sommer verkaufen sich die Eisdesserts von selbst, im Winter verkaufen wir Eisvariationen auf mündliche Empfehlung des Kellners. Im Vorjahr haben wir erstmals eine spezielle Winter-Eiskarte kreiert, auf hochwertigem Papier gedruckt und auf den Tisch gestellt. Seit damals ist der Eisumsatz während der Wintermonate (November bis Februar) um das Vier- bis Fünffache gestiegen“, erklärt Peter Wagner, Food & Beverage Manager vom Hotel Therme Geinberg. Die Gäste bevorzugen auch im Winter das Vanilleeis, aber auch die speziellen Wintersorten der Eislieferanten werden gerne von den Gästen angenommen. „Viele Gäste verzichten bei einem mehrgängigen Menü auf das Dessert und verlangen stattdessen ein bis zwei Kugeln Eis, aber wir haben auch Gäste, die nach dem Menü noch als ‚Absacker‘ eine Kugel Eis bestellen“, weiß Wagner aus Erfahrung.

Eins ist sicher, mit einer eigenen Eiskarte am Tisch kann man die Gäste auch zum Eiskonsum während der Wintermonate animieren. Im Gasthaus Bacher in Villach ist das Thema „Eis“ das ganze Jahr über präsent. „Wir haben bei uns im Haus viele Familienfeiern mit Menüs, und da wird – egal um welche Jahreszeit es sich handelt – meist ein Eisbecher zur Nachspeise geordert. Darüber hinaus bieten wir während der Wintermonate einige Biskuit-Gerichte mit Eis an“, sagt Hans Pressinger. Die speziellen Wintereissorten wie Bratapfel, Zimt oder Lebkuchen werden nur kurze Zeit geführt. „Die weihnachtlich-winterlichen Eissorten verkaufen sich nicht so leicht wie eine Kugel Vanilleeis. Diese sind sehr stimmungsabhängig, wenn man das so ausdrücken kann“, meint Pressinger.

„Im Medizinischen Zentrum Vigaun bieten wir unseren Kurgästen im Rahmen ihrer Vollpension im Winter keine Eiscoups als Nachspeise an. Aber in unserem Café Therme, das ganztägig geöffnet ist und nicht nur Kurgäste bewirtet, gibt es auch im Winter eine eigene Eiskarte. Wir kreieren selbst keine Eiscoups, sondern setzen die Vorschläge unseres Eislieferanten um“, erklärt Erich Hütter, stellvertretender Küchenchef im Medizinischen Zentrum Vigaun in Salzburg.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Tourismus
15.11.2016

Erfreuliche Daten aus den Herkunfsmärkten lassen auf einen weiteren Rekordwinter hoffen 

Skigebiet Kühtai
Tourismus
23.05.2016

Es begann problematisch mit zu warmen Temperaturen und zu wenig Niederschlägen. Aber dann kamen doch noch genug Wintertouristen, um Europas führender Wintersportdestination ein Plus bei den ...

Mehr als 1250 Teilnehmer werden zur SKi-WM der Gastronomie in Ischgl erwartet
Gastronomie
07.04.2016

Am 13. und 14. April trifft sich wieder die Branche zur "Ski-WM" in Ischgl. In den letzten Jahren waren mehr als 1250 Starter aus 15 Nationen dabei.

Tourismus
02.03.2016

Nachdem das vergangene Jahr mit stagnierenden Nächtigungszahlen nicht so gut lief und prompt Handlungsbedarf beim BurgenlandTourismus geortet wurde, erreichen uns jetzt auch aus dem ...

Werbung