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Energie gespart ist halb gewonnen

21.05.2008

In den letzten zehn Jahren haben sich die Heizkosten im Durchschnitt fast verdoppelt und werden voraussichtlich auch weiterhin steigen.

Wie man diese und auch andere Kosten im Griff behält, zeigen die nachfolgenden Energiespartipps:

Richtige Raumtemperatur
Die optimale und angenehme Raumtemperatur liegt in Wohnräumen bei 19 bis 20 Grad und sollte in der Nacht um vier Grad abgesenkt werden. Jedes Grad darüber erhöht die Heizkosten um ca. sechs Prozent. Geld, das sich problemlos sparen lässt. Schlafzimmer und Flure können deutlich kühler sein, jedoch nicht unter 16 Grad, sonst könnte Feuchtigkeit an den Außenwänden kondensieren. Tagsüber sollten die Türen zwischen warmen und kühlen Räumen geschlossen gehalten werden. Beim Verlassen des Zimmers sollte die Heizung nur runtergeregelt, aber nicht komplett ausgeschaltet werden.

Sinnvoll Lüften
Beim Dauerlüften über gekippte Fenster geht viel Energie verloren. Besser mehrmals täglich Stoßlüften, im Winter fünf bis zehn Minuten und dabei die Heizkörperventile schließen. Geschlossene Gardinen oder Rollläden schützen vor Wärmeverlusten in der Nacht.

Wärmestau vermeiden
Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Deshalb dürfen sie nicht durch Vorhänge oder Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll.

Heizkörper entlüften
Heizkörper können nicht optimal funktionieren, wenn sich Luft in ihnen angesammelt hat. Mit einem Entlüftungsschlüssel aus Baumarkt oder Fachhandel lässt sich der Heizkörper schnell entlüften.

Standby-Modus ausschalten
Wer bei Fernseher und Co. den Standby-Modus ausschaltet, kann bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde jährlich etwa 70 Euro einsparen. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lassen sich Geräte, die nicht gebraucht werden, besonders leicht abschalten.

Thermostatventile einsetzen
Die Ventile sorgen dafür, dass sich die Leistung der Heizkörper an der Raumtemperatur orientiert. Das verhindert ein Überheizen der Räume.

Heizungs-Einstellung
Wenn Heizkörper „gluckern“ oder Wärme ungleichmäßig abgeben, ist meist die Heizungsanlage falsch eingestellt. Der Einbau einer stärkeren Heizungspumpe oder eine Erhöhung der Vorlauftemperatur ist in solchen Fällen ein weit verbreitetes Mittel, führt aber zu einem höheren Energieverbrauch und steigenden Kosten. Besser: eine gründliche Heizungs-Überprüfung vom Fachmann. Mit einem sogenannten „hydraulischen Abgleich“ sorgt er dafür, dass sich das Heizungswasser gleichmäßig verteilt und alle Räume bedarfsgerecht mit Wärme versorgt werden.

Rohrleitungen dämmen
Laufen Heizungsrohre durch kalte Räume – z. B. im Keller – kühlen sie aus und verlieren einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Warmwasserleitungen im Keller sorgt dafür, dass die Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht.

Fenster und Türen abdichten
Durch undichte Türen und Fenster schleichen sich Feuchtigkeit und Kälte in Haus und Wohnung. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen, die man im Baumarkt bekommt.

Energiesparlampen verwenden
Wer Energiesparlampen nutzt, kann seine Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. Als Faustregel gilt: Ersetzt man eine 60-Watt-Glühlampe durch eine 11-Watt-Energiesparlampe kann man über die gesamte Lebensdauer der Lampe 90 Euro Stromkosten einsparen. Obwohl Glühlampen im Vergleich deutlich billiger sind, erweisen sich Energiesparlampen aufgrund ihrer längeren Lebensdauer und ihres deutlich geringeren Stromverbrauchs auf lange Sicht als wesentlich günstiger.

Energieeffiziente Haushaltsgroßgeräte
Wer bereits bei der Anschaffung von Kühlschrank, Waschmaschine & Co. auf effiziente Geräte setzt, kann jährlich rund 70 Euro an Stromkosten einsparen. Denn je älter die eigenen Haushaltsgroßgeräte sind, desto höher ist der Stromverbrauch. So verbraucht beispielsweise ein neuer Kühlschrank im Vergleich zu älteren Modellen um bis zu 75 Prozent weniger Strom.

Energie sparen im Bad
Duschen statt Baden
Duschen ist üblicherweise energiesparender als Baden. Für ein Vollbad benötigt man durchschnittlich dreimal so viel Energie und Wasser wie für ein fünfminütiges Duschbad.

Warmes Wasser sparen
Hände waschen kann man auch mit kleineren Wassermengen, Zähneputzen und Rasieren bei fließendem Wasser verbraucht viel Energie. Den Verbrauch kann man mit wassersparenden Armaturen oder mit „Wassersparern“ (Reduzierstücke im Wasserhahn oder im Duschschlauch) vermindern. Im Gegensatz zu Warm-Kalt-Wasserhähnen helfen Einhebelmischer und Thermostatarmaturen, rasch die gewünschte Wassertemperatur zu erreichen.
Energie sparen in der Küche
Das Kochgeschirr sollte den gleichen Durchmesser wie die Kochstelle haben.
Der Kochtopf sollte zugedeckt sein.
Ein ebener Boden des Topfes verringert die Kochzeit.
Bei der Anschaffung von Geräten sollte auf die Energieeffizienz geachtet werden, die mit einer Plakette ausgewiesen ist (Geräte mit der Kennzeichnung A weisen den niedrigsten Energieverbrauch auf).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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