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Erfolgreiche erste Halbzeit

28.02.2012

Wien. Die Winter-Zwischenbilanz der Statistik Austria zeigt, dass die Gäste aus Zentral- und Osteuropa steigen. Auch sonst stimmen die Zahlen zuversichtlich. Die steigenden Kosten bereiten für das Betriebsergebnis aber trotzdem Kopfweh.

"Der Winter ist noch nicht zu Ende, aber die Zwischenbilanz stimmt zuversichtlich für die zweite Halbzeit", sagt Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria für die ersten drei Monate der Wintersaison.

Treuebekenntnis der Österreicher

Von November 2011 bis Jänner 2012 stieg die Zahl der Nächtigungen um 0,6 Prozent auf 28 Millionen. Auch bei den Ankünften konnte Österreich zulegen: um 2,1 Prozent auf 7,6 Millionen. Erfreulich ist dabei mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent auf 6,8 Millionen ein neuer Rekordwert bei den Nächtigungen der Österreicher. "Ein solches Ergebnis unter erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist nicht selbstverständlich und daher umso erfreulicher. Damit haben wir eine solide Basis für die Wintersaison gelegt", so Mitterlehner. Die seit Jahren verfolgte Internationalisierung der Tourismusbranche zeige nun ihre Wirkung, so Mitterlehner weiter: Der Rückgang der Gäste aus Deutschland und den Niederlanden konnte durch hohe Zuwächse bei Gästen aus den Ländern des zentral- und osteuropäischen Raums (CEE) wettgemacht werden.

Rückgänge bei wichtigen Märkten
Spartenobmann Hans Schenner sieht es nicht ganz so optimistisch. Die Rückgänge aus den wichtigsten Herkunftsmärkten Deutschland und Niederlanden sind für ihn alamierend. "Dass wir umsatzmäßig auf dem Niveau des Vorjahres liegen, ist angesichts der Inflation und der steigenden Kosten nur ein schwacher Trost", betont Schenner. Besondere Sorge bereitet den Betrieben die Preissteigerungen bei den Energiekosten. "Das drückt massiv auf das Betriebsergebnis", analysiert Schenner. Angesichts der Streichung der Energierückvergütung für die heimische Tourismusbetriebe im Jahr 2011 sei dies doppelt schmerzhaft.

Auflösungsabgabe belastet Branche
Sorge bereitet der Branche auch die von der Bundesregierung im Stabilisierungspaket geplante "Auflösungsabgabe". Demnach soll bei einer Auflösung eines Dienstverhältnisses eine "Manipulationsgebühr" von 110 Euro fällig werden. Zur Kasse gebeten werden Betriebe auch dann, wenn befristete Verträge auslaufen oder eine Wiedereinstellungszusage besteht. Sogar Schulpraktika, die 2-3 Monate dauern, sollen damit belastet werden. "Selbstverständlich ist die Branche bereit, ihren Beitrag zu leisten, aber diese Regelung ist alles andere als durchdacht“, sind sich Hans Schenner und Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKÖ, einig.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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