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Erfreuliche Wintersaison für heimische Seilbahnen

29.04.2010

Schwaz - Tirol. Trotz Wirtschaftskrise und kürzerer Saison war die Wintersaison 2009/10 für die heimsichen Seilbahnen durchaus erfolgreich. Die Nachfrage- und Umsatzeinbußen sind sehr moderat ausgefallen. Franz Hörl, Tourismussprecher im Nationalrat, ist stolz auf das Ergebnis.

Franz Hörl, Tourismussprecher im Nationalrat

Die Tiroler Seilbahnen beenden in diesen Tagen eine durchaus erfolgreiche Wintersaison 2009/10, wie die vorläufigen Zahlen belegen. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen gelang es die Nachfrage- und Umsatzeinbußen im Wintersporttourismus auf ein überschaubares Maß zu begrenzen. Ausgehend von einem sehr hohen Niveau aus dem Rekordwinter 2008/09 mussten die Tiroler Seilbahneneinen Nachfragerückgang von knapp 9 Prozent auf 24,1 Mio. Skier Days hinnehmen, erzielten damit aber immer noch das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Umsatzrückgang fiel geringer aus und betrug nur rund 2,5 Prozent. Auf Tirol entfiel im Winter 2009/10 gut 46 Prozent der gesamten Wintersportnachfrage in Österreich. Das ist ein doppelt so hoher Anteil wie das zweit platzierte Bundesland Salzburg (23 % der Gesamtnachfrage) auf sich vereinigen kann.


Höchster Umsatz pro Betriebstag
Der hauptsächlichste Grund für den Rückgang ist die kürzere Saison. So wurde dieses Ergebnis an rund 11.300 Betriebstagen (- 7 %) mit knapp 270 Millionen Beförderungen (-8,5 %) erwirtschaftet. Die Tiroler Seilbahnen konnten damit sogar einen höheren Umsatz pro Betriebstag erzielen als in der Rekordsaison 2008/09. Diese Ergebnisse können sich sehen lassen, da angesichts der Wirtschaftskrise, die mit einer gewissen Zeitverzögerung als Sorge um den Arbeitsplatz bei den Seilbahnkunden angekommen ist, eigentlich mit einem deutlicheren Minus gerechnet werden musste. Verschärfend wirkte sich zusätzlich der im Vergleich zum Vorjahr verzögerte Saisonstart aufgrund ungünstigerer Schneebedingungen aus. "Wir sind stolz darauf, dass wir, trotz der Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden gebremsten Kauflust bei unseren Kunden weiterhin für Österreichs Tourismus so erfolgreich waren. Und dieses Ergebnis ist angesichts von gut 7% weniger Betriebstagen umso erfreulicher" meint Franz Hörl, Tourismussprecher im Nationalrat.


Osten besser als der Westen
Die österreichischen Seilbahnen lukrierten insgesamt im Winter 2009/10 nach den vorläufigen Daten eine Nachfrage von rund 52,4 Millionen Ersteintritten ("Skier Days"). Damit bewegt man sich auf dem hohen Niveau der letzten beiden Winter, wenngleich auch hier Rückgänge zum Rekordwinter 08/09 zu verzeichnen sind (- 8 %). Der schleppende Saisonbeginn aufgrund des zwar kalten - mit Ausnahme von Kärnten und Osttirol - aber schneearmen Dezember 2009 und die frühen Ostern 2010 haben die Saison verkürzt (-5,3 % auf 31.500 Betriebstage), dennoch verzeichnet die Branche nur ein kleines Umsatzminus von 2 % auf rund 1,13 Milliarden Euro. Nach Ersteintritten gelang damit der dritterfolgreichste Winter aller Zeiten, nach Kassenumsatz war es die zweiterfolgreichste Saison in der Geschichte der österreichischen Seilbahnen. Ausschlaggebend waren vor allem die Monate Februar und März, die den etwas durchwachsenen Saisonstart teilweise kompensieren konnten. Insgesamt verlief die Saison im Osten etwas besser als im Westen. Damit konnten

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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