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Erfreulicher Saisonstart für Tirol

23.07.2008

Nach dem gelungenen Beginn der Sommersaison 2008 mit +5,8 Prozent bei den Nächtigungen im Mai, brachte der Juni ein leichtes Minus von 2,6%. Mai und Juni zusammen sorgen aber für den besten Sommerstart seit 1995.

Im Mai und Juni 2008 wurden im Vergleich zu den Vorjahresmonaten eine Steigerung bei den Ankünften um + 4,9% und bei den Nächtigungen um + 5,8% registriert – damit wurden in Summe im Vergleich zum Vorjahr 214.667 zusätzliche Nächtigungen gezählt. Die bisher vorliegenden Sommerergebnisse von Mai und Juni sind bekanntlich aufgrund der unterschiedlichen Feiertagssituationen summiert zu betrachten. Während der Mai 2008 alle gesetzlichen Feiertage beinhaltete, fiel Fronleichnam im vorigen Jahr in den Juni. Die ersten Ergebnisse des Sommers sind sehr erfreulich – vor allem auch wegen der Europameisterschaft im eigenen Land. „Innsbruck-Tirol hat im Vergleich mit den anderen Host Cities mit einer beeindruckenden Leistung von allen Beteiligten und einer reibungslosen Organisation überzeugt“, resümiert Landeshauptmann Günther Platter, Tourismusreferent von Tirol. „Mit diesem für unser Land einmaligen Sport- und Werbeereignis Fußballeuropameisterschaft ist es uns gelungen, neue Gästeschichten und vor allem die Jugend für Tirol zu begeistern“, so Platter.

Die sportliche Jugend entdeckt Tirol

Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, schließt sich der Meinung an. „Neben den Gästen in den Topsegmenten der Hotellerie konnten wir jugendliche, sportinteressierte Gäste für Tirol gewinnen“, erklärt Margreiter. „Trotz des fehlenden Wetterglücks mit der unbarmherzigen Schafskälte Mitte Juni und den überdurchschnittlich hohen Niederschlagsmengen blieb die Stimmung ungetrübt positiv. Und die Zuversicht hält bei den Touristikern auch für den weiteren Verlauf der Sommersaison an“, führt Margreiter aus, der trotz Teuerungswelle und dem erhöhten Druck auf das verfügbare Haushaltseinkommen primär die Wertschöpfung im Tiroler Tourismus weiter auf einem hohen Niveau halten will, um Arbeitsplätze in den Tälern und die positive wirtschaftliche Weiterentwicklung des Landes weiter sicher zu stellen.

EURO hat neue Besucher gebracht

Die EURO zeigt in den aktuellen Analysen deutlich, dass vor allem viele neue Besucher ins Land gelockt werden konnten. „Mit einem Plus von 817% bei schwedischen Gästen, einer Zunahme von 490% aus Russland und von 251% aus Spanien kann man sich schon jetzt auf den nachhaltigen Nutzen freuen, da viele dieser Gäste zum ersten Mal in Tirol waren und sich begeistert von den Freizeitmöglichkeiten in Tirol zeigten“, fasst es Josef Margreiter zusammen. Im Mai/Juni zusammen besuchten 23.709 Schweden (81.073 Nächtigungen), 9.792 Russen (55.014 Nächtigungen) und 12.613 Spanier (31.173 Nächtigungen) das Herz der Alpen. Im Zeitraum Mai bis Juni 2008 setzte sich die Renaissance der deutschen Urlauber in Tirol (487.827 Ankünfte; 2.062.042 Nächtigungen) aus der Wintersaison fort. Mit Deutschland (+ 2,7% Ankünfte, + 1,5% Nächtigungen) und Österreich (+ 4,4% Ankünfte; + 7,3% Nächtigungen) wurden erfreuliche Zuwächse auf den mit Abstand nächtigungsstärksten Quellmärkte registriert. Trotz der Europameisterschaft hielten auch die holländischen Gäste Tirol die Treue.

In den Kernmärkten stark gefragt

Gerade der ausgezeichnete Mai lässt erwarten, dass der Sommer 2008 für Tirol positiv verlaufen wird. Denn der Mai hat bewiesen, dass Tirol in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und den Niederlanden große Anziehungskraft hat. „Besonders gute Resonanz erhalten wir auf unser neues Programm Bike & Hike, das wir für heuer als eines der Kernthemen Tirols betrachten“, erzählt Josef Margreiter. Die Tirol Werbung hat hier mit elf Tiroler Regionen eine Initiative gestartet, das Angebot für Mountainbiker und Wanderer gemeinsam zu präsentieren. Bike & Hike bedeutet, dass Urlauber an einem Tag Radfahren gehen, am anderen Tag das Wanderangebot nutzen bzw. überhaupt mit dem Rad auf eine Alm fahren und dann zu Fuß einen Gipfel erstürmen. „Gerade im deutschsprachigen Raum hat das Radfahren, das Wandern und das Erleben von Natur einen ganz neuen Stellenwert“, ist Margreiter überzeugt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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