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Erste Zeichen der Erholung

15.09.2010

Berlin/London. Nachdem die weltweiten Hotelpreise die Talsohle erreicht haben, scheint sich die Lage langsam wieder zu erholen. Erstmals seit Ende 2007 stieg das durchschnittliche Hotelpreisniveau zwischen April und Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent an. Allerdings liegen die weltweiten Hotelpreise durch den sehr starken Preissturz im Jahr 2009 noch unter dem Niveau von 2004

Die Gebrauchsabgabenerhöhung für Schanigärten und die geplante Anhebung der Orttaxen in Wien verärgern die Branche

Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung der von Hotelgästen im ersten Halbjahr 2010 tatsächlich gezahlten Zimmerpreise in 91.500 Hotels und 15.750 Destinationen, die im original Hotel Price Index™ (HPI®) des weltweit führenden Hotelbuchungsportals Hotels.com jetzt veröffentlicht wurden. Konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres noch keine Steigerung verzeichnet werden, zeigte sich im zweiten Quartal 2010 ein leichter Aufwärtstrend um zwei Prozent.

 

Außer Asien alle unter dem Niveau von 2004

Der moderate Anstieg stimmt die Branche zuversichtlich: „Die Hotelpreisentwicklung bis zum Ende des zweiten Quartals zeigt, dass sich tatsächlich eine Stabilisierung der Hotelpreise abzeichnet und es erste Anzeichen einer Erholung gibt“, kommentiert David Roche, President Hotels.com, die Entwicklung. „Trotz des moderaten Preisanstiegs liegen die Preise aber noch immer auf einem Niveau, das niedriger ist als im Jahr 2004. Für Reisende bedeutet das weiterhin, dass es tolle Angeboten gibt“, so Roche. Mit der positiven Entwicklung, vor allem im zweiten Quartal 2010, näherten sich fast alle Regionen weltweit zwar wieder dem Ausgangswert von 100 Indexpunkten aus dem Jahr 2004, dem Beginn der HPI®-Auswertung, an.  Dennoch liegen die Durchschnittpreise in fast allen Reisezielen weiterhin unter dem Ausgangswert von 2004. Lediglich Asien bildet hier eine Ausnahme. Zwar blieb das Preisniveau im Jahresvergleich stabil, dennoch liegt es mit 117 Indexpunkten deutlich über der Basis aus 2004. Dass Asien die Hotelpreise auch während der globalen Wirtschaftskrise vergleichsweise hoch halten konnte, ist ein deutliches Zeichen für die große Nachfrage nach Hotelzimmern in dieser Region.

 

Schweiz bleibt teuerstes Land Europas

Nach dem Preissturz im vergangenen Jahr haben sich die Durchschnittspreise für Hotelübernachtungen in Europa stabilisiert. Zwei Drittel der ausgewerteten Länder zeigten einen leichten Preisanstieg, wie beispielsweise Norwegen (elf Prozent), Großbritannien und Österreich (je acht Prozent) oder Schweden (sieben Prozent). Dennoch ist das Preisniveau weiterhin sehr niedrig, denn die Steigerungen basieren auf einem sehr geringen Ausgangsniveau aus 2009. Die Schweiz konnte ihre Position aus dem Vorjahr als teuerstes Land Europas verteidigen und sogar einen leichten Anstieg der Hotelpreise verzeichnen. Weiterhin besonders günstig nächtigen Reisende in den Ländern Osteuropas, wie der Tschechischen Republik, Polen oder Ungarn.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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