Direkt zum Inhalt
Würstelbrater Stefan Sengl, OekoBusiness Wien Programmleiter Thomas Hruschka und Karin Büchl-Krammerstätter von der Stadt Wien bei der Siegelübergabe.

Erstes Bio-Gütesiegel für Wiener Imbissstände

19.08.2020

Im Rahmen des Umweltserviceprogramms OekoBusiness Wien können ab sofort auch Imbissstände kofinanzierte Beratung und die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Natürlich gut essen“ erhalten.

Seit 2018 können sich Wiener Gastronomiebetriebe mit dem OekoBusiness Wien-Gütesiegel „Natürlich gut essen“ auszeichnen lassen und so ihren Gästen zeigen, dass sie bei angebotenen Speisen und Getränken auf Bio-Qualität, Regionalität und das Tierwohl achten. Um den Einstieg zu erleichtern, gibt es die Auszeichnung in den Kategorien Bronze, Silber und Gold.

Nun baut die Stadt Wien das Angebot weiter aus: das Bio-Gütesiegel ist jetzt auch mit einem eigenen Kriterienkatalog für Imbissstände erhältlich. „Die Auszeichnung des ersten ,Natürlich gut essen‘-Würstelstandes ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass der achtsame Umgang mit Lebensmitteln wirklich auf jeder Ebene und von jedem von uns möglich ist – sei es im Restaurant, in der Kantine, beim Imbiss zwischendurch oder daheim in der Küche“, sagt Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin von Stadt Wien – Umweltschutz. „Und die direkte Kommunikation an die Kundschaft, dass biologische, regionale, saisonalen und tierfaire Lebensmittel verwendet werden, bietet einen zusätzlichen Anreiz, hier seinen Imbiss zu genießen.“

Bio-Würstel und mehr

Dass die Wiener Würstel deshalb nicht teurer sein müssen als eine Massenwurst, beweisen Mike Lanner und sein Team: Ihr Wiener Würstelstand Ecke Pfeilgasse/Strozzigasse in der Josefstadt wurde heute als erster Wiener Imbissstand mit dem ‚Natürlich gut essen‘-Gütesiegel in Bronze ausgezeichnet.

Der ausgezeichnete Wiener Würstelstand von Mike Lanner und Stefan Sengl bietet nicht nur verschiedenste Arten gebratener Würste von lokalen Fleischereibetrieben, sondern auch Brot vom Biobäcker und eine vegane Bosna. Jeder Wurst-Fan wird hier fündig. Seit kurzem wird zudem gänzlich auf PET-Flaschen und Aludosen verzichtet, Getränke werden ausschließlich in Mehrweggebinden serviert: „Wir wollen das Wiener Kulturgut Würstelstand auf die Höhe der Zeit bringen: mit veganen Angeboten, Bio-Qualität und indem wir bei der Auswahl unserer Würstel ganz besonders auf Herkunft und Qualität achten“, erklärt Mike Lanner. „Dass unser Bemühen nun mit der Zertifizierung noch sichtbarer wird und wir vielleicht sogar den einen oder anderen Imbissstand inspirieren können, auch mitzumachen, macht unser Team sehr stolz.“ Lanners Ziel war schon immer, einen Würstelstand zu eröffnen, an dem man mit gutem Gewissen essen und sich der guten Herkunft der angebotenen Produkte sicher sein kann.

Kriterien für „Natürlich gut essen“ Imbissstände

  • Bio gesamt: zumindest 30 %
    (Bronze: mind. 30 %, Silber: über 75 %, Gold: über 90 %)
  • Eier: jedenfalls Freilandhaltung (Gold: 100 % Bio)
  • Milchprodukte: mind. 1 Bio-Produkt (Gold: 100 % Bio)
  • Fleisch und Fisch, Wildpret: mind. 1 Sorte Bio (Gold: 100 % Bio), verpflichtende Herkunftsangabe
  • Beigaben wie Senf oder Ketchup: mind. 1 Beigabe in Bio-Qualität (Gold: 100 % Bio)
  • Vegetarisches oder veganes Angebot: mind. 1/3 Speisen oder 1 Hauptspeise (Gold: Mind. 1/2 der Speisen oder 3 Hauptspeisen)
  • Getränke: mind. 1 Bio-Getränk pro Getränkekategorie
  • Reduktion von Abfall
  • Palmöl: Kein direkter Einsatz von Palmöl, Margarine, Schokolade etc.: Palmöl nur aus biologisch oder nachhaltig zertifizierten Quellen
Autor/in:
Thomas Askan Vierich
Werbung

Weiterführende Themen

300 Betriebe bekommen von der Stadt Wien einen Schanigarten zur Verfügung gestellt. Anmelden dafür können sich Betriebe demnächst bei der WKW.
Gastronomie
17.03.2021

300 Betriebe bekommen in Wien die Möglichkeit, an einem öffentlichen Ort einen Gastgarten zu betreiben. Der Start der Aktion mit 27. März wackelt aber. Die Liste der Orte steht derweil schon so ...

Wiener Gastronomen, die keinen eigenen Gastgarten haben, sollen Flächen in öffentlichen Schanigärten bekommen.
Gastronomie
03.03.2021

Das Angebot richtet sich an jene Gastronomen, die über keinen eigenen Gastgarten verfügen. Linz prüft nun die Adaptierung des "Wiener Modells".

Roland Soyka ist seit 2017 kulinarischer Missionar im Stuwerviertel.
Gastronomie
11.02.2021

Fusionsküche im „Café Bauchstich“: Eigentlich wollte Roland Soyka auswandern. Dann kam ihm die Idee, im Wiener Stuwerviertel seine Interpretation eines modernen Beisls umzusetzen. 

Gastronomie
27.10.2020

Unnötige Einschränkungen und ständige Änderungen der Auflagen ruinieren die Wiener Lokale und den Tourismus

Hotellerie
20.10.2020

Das 25hours Hotel MuseumsQuartier versucht es mit Angeboten für Urlaub in der eigenen Stadt

Werbung