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Ertragslage in der Hotellerie leicht verbessert

21.10.2004

Die Umsatzrentabilität (der Gewinn vor Ertragssteuern in Prozent des Umsatzes) beträgt in der österreichischen Hotellerie minus 0,1 Prozent. Dies bedeutet, dass die Hotels - nach Verlusten im Vorjahr - im Durchschnitt noch ausgeglichen bilanzieren. Dies ergibt die jüngste Analyse der KMU Forschung Austria auf Basis der Auswertung von rd. 2.300 Jahresabschlüssen von Beherbergungsunternehmen des Bilanzjahres 2002/2003.

Der Vergleich nach Größenklassen zeigt, dass die Betriebe im Durchschnitt ab einer Größe von einer Million Euro Jahresumsatz die
Gewinnzone erreichen. Die Ausnahme stellen hier die Betriebe in der Umsatzkategorie 7,5 bis 40 Millionen Euro dar, die im Durchschnitt einen Verlust in der Höhe von 1,6 Prozent der Betriebsleistung hinnehmen müssen.

Durchschnittlich werden im heimischen Beherbergungswesen Investitionen im Ausmaß von rund 19 Prozent der Betriebsleistung getätigt. Dieser Wert liegt höher als in anderen Wirtschaftsbereichen, hebt der Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Melcher, hervor. Rund 81 Prozent der Beherbergungsbetriebe tätigen Investitionen. Somit ist das Beherbergungswesen ein wichtiger Auftraggeber für die heimischen Gewerbebetriebe. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die relativen) Investitionen im Durchschnitt deutlich angestiegen - ebenso wie der Anteil der Betriebe, die Investitionen tätigten.

Die durchschnittliche bilanzmäßige Eigenkapitalausstattung (ohne Berücksichtigung der stillen Reserven) der heimischen Beherbergungsbetriebe beträgt im Bilanzjahr 2002/03 rund 3,3 Prozent.
Durchschnittlich werden im Beherbergungswesen rund 61 Prozent des Kapitals durch langfristiges und rund 35 Prozent durch kurzfristiges
Fremdkapital finanziert. 69 Prozent entfallen auf Bankverbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalausstattung steigt tendenziell mit zunehmender
Betriebsgröße. Erst die Umsatzgrößenklassen über zwei Millionen Euro
Jahresumsatz weisen im Durchschnitt ein positives Eigenkapital auf.

Die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen
(Umsatzrentabilität und Eigenkapitalquote) liegen in der
österreichischen Hotellerie - trotz der Verbesserung - deutlich unter
dem Durchschnitt der marktorientierten Wirtschaft. Die Investitionen
liegen hingegen deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft,
fasst Melcher zusammen.

Die Ergebnisse basieren auf der KMU Forschung Austria-Bilanzdatenbank. Für das Jahr 2002/03 (Bilanzstichtag zwischen dem 1.7.2002 und dem 30.6.2003) wurden insgesamt 65.000 Bilanzen ausgewertet. Für das Beherbergungswesen sind rund 2.300 auswertbare Jahresabschlüsse verfügbar. In die Auswertungen wurden ausschließlich Klein- und Mittelunternehmen einbezogen, um
betriebsspezifische Verzerrungen zu vermeiden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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