Direkt zum Inhalt

Es geht weiter aufwärts

16.06.2016

1970 bis 1979: Der Weg vom Fremdenverkehr zum Tourismus.

1970

April,  Neuer Kollektivvertrag: 20 Prozent Lohnerhöhung im Gastgewerbe. ÖGZ erhofft sich angesichts der Personalnot neue Anreize für Mitarbeiter.

Mai 1970 „Gastgewerbe kennt keine 45-Stunden-Woche: Zahl der Beschäftigten stieg in zehn Jahren um über 125 Prozent. Keine Steigerung nur in Kärnten.“ – „Für weitere Investitionen fehlt das Geld: Fremdenverkehr war überaus investitionsfreudig – Kreditvolumen nahm seit 1960 um 687 Prozent zu.“

Juni 1970 „Die Elektrolok löst die Dampflok langsam, aber sicher ab“. Erstmals über 500.000 Nächtigungen im August erwartet, Rekordwert seit Aufzeichnungen; Amerikaner und Westdeutsche führend.

Oktober 1970 Fertigstellung Weitzer Graz: größter Beherbergungsbetrieb der Steiermark

1971

Jänner, „Fremdenverkehr: Die populärste Form des Glücks. Der Weg vom Fremdenverkehr zum Tourismus.“ Tourismus nimmt mehr Platz in der ÖGZ ein und drängt die Gastronomie etwas zurück. Gastarbeiter: Kollektivvertrag für ausländische Arbeitskräfte tritt in Kraft. Schickere Lokale versperren jugoslawischen Gästen den Zutritt – die ÖGZ protestiert dagegen.

Februar 1971 Mehrwertsteuer: halber Satz für Beherberger

März 1971 ÖFVW (Vorläufer der ÖW) soll ersten Computer erhalten.

April 1971 Elektronische Platzbuchungen in Zügen sind im Verkehrsbüro möglich. Beteiligt: ÖBB, DB und die belgischen, dänischen und luxemburgischen Staatsbahnen.

Mai 1971 „Überstundenzuschläge sollen unbegrenzt steuerfrei werden“ – „So funktioniert die Zauberformel ‚Franchising‘“ – „Naherholungsverkehr gewinnt an Bedeutung“ – „Die enorme Gästeexplosion am Muttertag brachte Gastlichkeit fast zum Erliegen“

August 1971 „Kein Zimmer frei: Ein Touristenstrom ist über Österreich im Sommer 1971 hereingeflutet, wie er noch nie dagewesen sein dürfte.“ „Frequenzverbesserungen bis zu 30 %. In einem Falle sogar bis zu 67 Prozent“

1972

Februar, „Treffpunkt Berlin“: Vorläufer der ITB findet zum sechsten Mal statt. 33 Tourismusländer nehmen teil. – Fremdenverkehr übertrifft Export – Mit der Gründung der „Österreichischen Hotelreservierungsgesellschaft“ wurde Österreich erstmals an ein internationales elektronisches Hotelreservierungssystem angeschlossen.

November 1972 Holiday Inn eröffnet in Innsbruck.

Februar 1973 Innsbruck wird Olympiastadt 1976 – Kreditbremse für die Hotellerie. 15.000 Gastarbeiter für 1973. Kontingentaufstockung möglich. 

September 1973 Reiseanalyse 1973: Österreich hat 15 % Anteil an den gesamten Urlaubsreisen der Deutschen.

1975

Herbst, Bundessektion Fremdenverkehr legt Bilanz 1970–75 vor: „Auf allen Gebieten konnten beachtliche Erfolge erzielt werden.“

November 1975 Hotelfachschule Modul eröffnet als „modernste Schule der Welt“.

Dezember 1975 Wieder Plus bei Winterbuchungen aus Deutschland. Deutschlandversand: 92.000 kg Prospekte. „Alle 1,5 Minuten verlässt eine Informationssendung der Österreichischen Fremdenverkehrswerbung 
Österreich.“

1976

Jänner, „Wir können zufrieden sein: ÖAMTC- und ADAC-Urlauberbefragungen ergeben: „Österreich ist Spitzenferienland“  

April 1976 Winterbilanz: 9 % plus – Kreischberg wird Steiermarks „Winterolymp“ – Das Hallenbad als Gästemagnet 

November 1976 Der 50. österreichische „Wienerwald“ eröffnet in der Heimatstadt des Hendlkönigs Friedrich Jahn: Linz.

1977

September, Stadtrat Busek fordert „Das Beisel muß erhalten bleiben“ – Seine Vorschläge sind nicht nur für Wien aktuell. 

Dezember 1977 1977 hat trotz düsterer Wirtschaftswolken zumindest in der Fremdenverkehrswirtschaft einen Investitionsboom gebracht. Die bundeseinheitlichen Kreditaktionen, wie die Bürgschaftsfonds Ges.m.b.H (Bürges) und die Hoteltreuhand (ERP), melden einen Antragseingang und auch eine Förderungsquote wie noch nie. Allein im Rahmen der Bürges wurden Fremdenverkehrsinvestitionen in der Höhe von rund 1,3 Milliarden Schilling gefördert. Die Hoteltreuhand vergab Fremdenverkehrskredite in der Höhe von 687 Millionen Schilling.

1978

Jänner, „Reisen überflügelt Rüstung“: Für Urlaube wurden 1976 weltweit 360 Milliarden Dollar ausgegeben, für Rüstung 300 Milliarden. 

Sommer 1978 „Investitionsmotor Fremdenverkehr: ERP-Kredite gehen weg wie warme Semmeln“ – 415 Millionen Schilling vergeben – 900 Millionen Überhang

Dezember 1978 Der Arlbergtunnel wurde nach 53 Monaten Bauzeit in Betrieb genommen. „Mit dem Tunnel bricht für das Skigebiet am Arlberg eine neue Ära an.“

1979

Februar, Österreich präsentiert sich als „Wanderbares Österreich“ auf der ITB.

März 1979 Jeder dritte Österreicher fährt Ski.

Werbung

Weiterführende Themen

Im Bild (v.l.): Berndt Querfeld, Kandidatin Alina Sirbu, Andrea Feldbacher und Wilhelm Turecek
Tourismus
18.12.2012

Die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft lud zur Übergabe der Gastgewerbe-Befähigungsdekrete ins Haus der Wiener Gastwirte. 35 Prüfungszeugnisse und Urkunden wurden während des Festaktes ...

Dr. Klaus Ennemoser, FV Hotellerie (li.) und Helmut Hinterleitner, FV Gastronomie (re.) begrüßen, dass die Erhöhung der Kollektivverträge mit wirtschaftlichem Augenmaß erfolgte
Gastronomie
11.07.2012

Kollektivverträge im Hotel- und Gastgewerbe wurden für zwei Jahre vereinbart.

Tourismus
15.11.2011

Linz. Zum ersten Mal erfolgte die Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index nach einzelnen Berufen. Zu den beliebten Berufen zählen Bankangestellte und Büroangestellte, am unteren Ende ...

Gastronomie
19.01.2010

Hotels, Gaststätten und Kantinen haben 2009 die stärksten Umsatzeinbußen seit sechs Jahren erlitten. Das Gastgewerbe nahm bis Ende November 4,1 Prozent weniger ein als ein Jahr zuvor, meldete ...

Cafe
14.10.2009

Die Latte Art treibt so manch interessante Blüte - in Thailand hat sich ein Cafetier auf die Kreation von berühmten Köpfen spezialisiert. Ob der Kaffee mit dem Konterfei des Dalai Lama besser ...

Werbung