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Es muss anders gehen 

05.12.2019

Das Juniorkoch Nationalteam wird zum Kino-Star. Anlass, um über gelingende Ausbildung nachzudenken.

Sensationell! Atemberaubend! Nur so kann man den Sieg des österreichischen Juniorkoch Nationalteams in Luxemburg beschreiben. Wer nicht dabei war, versteht das, wenn er den Film „Culinary World Cup“  gesehen hat. Ab 8.12. kommt er in die Kinos.

Hier wird der Kochberuf als handwerklich perfektionierte Kunst gefeiert. Dieser Film ist die beste Werbung für einen Beruf, der zu den Mangelberufen im „Tourismusweltmeisterland“ zählt. Was eigentlich nicht sein kann. Ohne Köche – sie müssen nicht alle auf Haubenniveau kochen – werden wir nicht mehr lange Tourismusweltmeister sein. Der Verband der Köche hat mit der dritten erfolgreichen Teilnahme des Juniorteams bei großen internationalen Wettbewerben ein Zeichen gesetzt. Jeder junge Mensch mit ein bisschen Ehrgeiz im Leib und Leidenschaft fürs Kochen müsste nach diesem Film hochmotiviert in seinen Betrieb zurückkehren.

Dort wird ihnen aber diese Leidenschaft ausgetrieben. Immer noch. Das musste auch Juniorweltmeisterin Agnes Karrasch zugeben: Kochen, das seien viele Stunden, viel Stress und nicht immer die besten Vorgesetzten. Wenn der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer im Tourismus auch dieses Jahr zu enttäuschenden Ergebnissen führt, hat das nichts mit „Schlechtreden“ zu tun. Es zeigt auf, wo es immer noch hapert. Mitarbeiter klagen über körperliche Belastungen, Stress, chaotische Dienstpläne. Und machen dafür ihre Vorgesetzten verantwortlich, vor allem in der Gastronomie. 

Wir brauchen mehr Betriebe wie die, die mit ihrer Unterstützung, einer Top­ausbildung und einem guten Arbeitsklima den Erfolg in Luxemburg möglich gemacht haben. 

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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