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Essen: Lebenselixier oder Selbstmord mit Messer und Gabel

24.06.2005

Die 9. Sommerakademie der Österreichischen Apothekerkammer widmet sich heuer dem topaktuellen Themenfeld "Ernährung".

Die Ernährung soll den Menschen nicht nur das Überleben sichern, sondern sie auch langfristig gesund erhalten. Essen, um satt zu werden, reicht da längst nicht mehr aus. Immer mehr Lebensmittel sind mit Stoffen angereichert, die uns gesund, fit und jung erhalten sollen. Joghurt mit probiotischen Kulturen wie zum Beispiel Milchsäurebakterien sollen die Darmflora beruhigen und anregen, Fitnessdrinks mit Vitaminen und Mineralstoffpräparate sollen für Energie sorgen: Die Industrie lässt sich immer neue Nahrungsmittel einfallen, die über den Nährwert hinaus auch seelisches Wohlbefinden sowie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit fördern.

Doch dieser Trend zu so genanntem "Functional Food" und Nahrungsergänzungsmitteln darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der westlichen Welt bis zu 30 Prozent der Bevölkerung übergewichtig sind - großteils deshalb, weil sie sich falsch ernähren: Tendenz stark steigend. In Österreich beträgt der Anteil an fettleibigen Personen immerhin 9,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Diese Menschen haben auch ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko und leiden häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen.

Ist Essen also ein Lebenselixier oder doch eher Selbstmord mit Messer und Gabel? Das breite und brandaktuelle Themenfeld Ernährung steht heuer im Mittelpunkt der 9. Sommerakademie der Österreichischen Apothekerkammer, die vom 24. bis 26. Juni 2005 in Pörtschach am Wörthersee abgehalten wird. Ein Wochenende lang werden die rund 400 Teilnehmer dieser traditionellen Veranstaltung über die neuesten Erkenntnisse in Sachen Ernährung informiert und erhalten einen umfassenden Einblick in die wichtigsten Kapitel: Arzneimittel und Nahrung, Lebensmittelallergien, probiotische Ernährung, Essstörungen, Diäten, Anti Aging-Pillen, Freie Radikale, Fettleibigkeit. Zu den hochkarätigen Referenten zählen sowohl namhafte Ernährungswissenschafter, Mediziner als auch Pharmakologen und Apotheker.

In Österreich spielen die Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten 4.700 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.176 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Sie erfolgt individuell und auf fachlich hohem Niveau. Bei 64,6 Prozent aller Beratungsgespräche dauert die Beratungszeit vier bis zehn Minuten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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