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EU: Ferien koordinieren

09.07.2010

Schenner und Schellhorn begrüßen Initiative von Kommissar Tajani. EU-Tourismuskommissar Anto­nio Tajani schlug jüngst 21 Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftszweigs Tourismus vor.

Johann Schenner und Sepp Schellhorn

Darunter eine bessere Koordinierung der Schulferien. „Wir hoffen, dass damit eine Entzerrung der Hauptferienzeiten möglich wird und die Saisonen ausgedehnt werden können“, so Hans Schenner, Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Vor allem können wir damit unsere Mitarbeiter länger in Beschäftigung halten und Arbeitsplätze sichern.“ Eine bessere betriebliche Auslastung könne ebenfalls erreicht werden. Vorteile sieht Schenner auch für Konsumenten: „Ich erwarte mir dadurch eine Abflachung der Spitzensaisonpreise. Außerdem wären Familien mit schulpflichtigen Kindern von den Hauptferienzeiten nicht mehr so abhängig.“

 

„Wenn alle gleichzeitig anreisen, kommt das den Hotelier  teuer – und letzten Endes auch dem Gast“, so auch Sepp Schellhorn, CoPräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Österreichs Regierung ist gefordert, endlich eigene Maßnahmen zu setzen und die EU zu einer wirksamen Koordinierung zu bewegen. EU-Kommissar Tajanis Tourismusstrategie ist ein guter Anfang, aber jetzt müssen Taten folgen.

 

Allein dass die EU-Kommission das Thema aufgegriffen hat, wertet Schellhorn als wichtigen Schritt: „Die derzeitige Situation ist ökonomisch und ökologisch fatal. Die EU will mit neuen Glühbirnen, Duschköpfen und Stand-by-Regeln den CO2-Ausstoß senken. Gleichzeitig werden jedes Jahr kilometerlange unnötige Staus provoziert.“

 

Auch von Konsumenten- und Elternvertretern erwartet Schellhorn Unterstützung: „Wenn ganz Europa an vier Wochenenden in Urlaub fahren, kommt das alle Beteiligten sehr teuer“, so Schellhorn. Reisen in der Nebensaison wurden in den vergangenen Jahren verstärkt angenommen – von denen, die sich die Zeit gut einteilen können: „Familien mit ohnehin höheren Belastungen wird diese Möglichkeit durch die derzeitige Ferienordnung genommen“, so Schellhorn.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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