Direkt zum Inhalt

EuGH lässt Hoteliers hoffen

22.03.2016

Seit Jahren macht sich die heimische Hotellerie gegen die Abschaffung der Energieabgabenvergütung für Dienstleistungsbetriebe – dazu gehören auch Hotels – stark. Und irgendwann ist die Causa sogar beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gelandet. Der Generalanwalt des EuGH lässt in der Branche nun Hoffnung aufkeimen.

Hintergrund: Mit der Beschränkung der Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe wollte sich die Regierung rund 100 Millionen Euro pro Jahr sparen. „Der Schuss ging jedoch nach hinten los“, wie die Prodinger Steuerberatung in einer Aussendung festhält. Denn die Ausgrenzung der Dienstleistungsbetriebe wird zum Bumerang, der Staat müsste die Energieabgabenvergütung jetzt nachzahlen. 

Etappensieg für die Branche

„Der EuGH-Generalanwalt teilt unsere Kritik an der Streichung der Energieabgabenvergütung für Dienstleister. Das ist ein wichtiger Etappensieg für die Branche“, bestärkt auch ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer die EuGH-Stellungnahme. „Diese Willkür auf dem Rücken der Hotels kostet die Betriebe seither 20 Mio. Euro pro Jahr“, hält er fest und sieht sich in den Schluss-anträgen des EuGH-Generalanwalts bestätigt. 
„Jetzt sind die Richter am Zug. Die Chancen stehen gut, dass der Benachteiligung der Hotellerie endlich ein Riegel vorgeschoben wird: In rund drei Viertel aller Fälle folgen sie den Empfehlungen der Generalanwälte“, ist Gratzer optimistisch. Jetzt stimmt die ÖHV weitere Schritte mit dem Fachverband Hotellerie in der WKÖ ab.     

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

Diethold Schaar: "Ein Drittel aller KMUs verfügen über kein oder ein negatives Eigenkapital".
Hotellerie
30.04.2020

Betriebe, die kein oder ein negatives Eigenkapital vorweisen können, fallen um die Überbrückungsmaßnahmen der öffentlichen Hand um. Hotelier Diethold Schaar vom Landhotel Yspertal im Waldviertel ...

So könnte es aussehen: Vier Personen pro Tisch, einen Meter Abstand zwischen den Tischen. Die Frage lautet: Werden das Gäste annehmen und sich daran halten?
Gastronomie
28.04.2020

Gastronomiebetriebe dürfen ab dem 15. Mai wieder öffnen. Pro Tisch gilt ein Mindestabstand von einem Meter, Schankbetrieb gibt es keinen. Hier sind die Details.

Gastronomie
03.04.2020

Bis zu 75 Prozent der Fixkosten können betroffene Unternehmen aus dem Nothilfefonds zurückbekommen. Lockerungen  der wirtschaftlichen Einschränkungen von Vizekanzler Kogler angedeutet.

Nicht alle Hotels in Österreich sind geschlossen. Einige fallen um Versicherungsleistungen um.
Hotellerie
26.03.2020

Nicht in allen Bundesländern wurden Hotels behördlich geschlossen. Die offiziell noch geöffneten Betriebe fallen um die staatliche Entschädigung um. Noch schlimmer: Auch Versicherungen zahlen ...

Derzeit gibt es keinen Spielbetrieb in den Fußball-Ligen.
Gastronomie
25.03.2020

Rückwirkend zum 14. März und bis auf Weiteres werden Gastronomen und Hotelliers von der Zahlung der Abo-Gebühren befreit.

Werbung