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Europäische Reiseversicherung: Hotellerie entgeht 133 Mio. Ertrag

16.01.2008

Seit 12 Jahren bietet die Europäische Reiseversicherung der Hotellerie Versicherungsprodukte, speziell zugeschnitten auf die Branchenbedürfnisse, an. Bis Ende 2007 wuchs die Zahl der Partnerbetriebe auf über 3000 an.

„Unsere Hotelstorno Plus-Versicherung wurde in intensiver Zusammenarbeit mit der Hotellerie speziell für den direkt buchenden Österreich-Urlauber geschaffen und ist deshalb so erfolgreich, weil sie beiden Seiten Vorteile bringt, dem Gast ebenso wie dem Hotelier“, erklärt dazu Dr. Martin Sturzlbaum, Vorstandschef der Europäischen Reiseversicherung.

Pro Jahr entgehen jedem österreichische Hotelbetrieb im Durchschnitt 9.322 Euro durch Stornos. Bei 14.267 Betrieben in Österreich sind das insgesamt 133 Millionen Euro, die verloren gehen, errechnete die WKÖ. Rund zwei Drittel der Stornos erfolgen, das zeigt eine 2007 präsentierte Studie der Europäischen Reiseversicherung - sozusagen last minute – der Hotelier hat kaum eine Möglichkeit, die leeren Betten so kurzfristig zu füllen. Durch eine entsprechende Stornoversicherung kann der Schaden zumindest halbiert werden.

Vereinfachte Zahlungsabwicklung ab Frühjahr 2008

Bietet das Hotel dem Gast die Versicherung über einen Link in der Reservierungsbestätigung oder auf der Website an, kann nun die Zahlung mittels Kreditkarte oder neu über Bankeinzug erfolgen.

Neukunden und Hotelpartnern, die das Potenzial nicht ausschöpfen, bietet die Europäische Reiseversicherung dem Hotelier an, auf Basis seiner Zahlenangaben ausrechnen lassen, wie viel Geld er mit der Stornoversicherung ertragsmäßig retten kann.

In der 2007 veröffentlichten Studie der Europäischen Reiseversicherung wurde das Stornoverhalten der Österreich-Urlauber in der Ferienhotellerie analysiert. Die Untersuchung mehrerer tausend Stornierungen bestätigte, dass Reisende, die ihren Aufenthalt stornieren, dies zu 61 Prozent in der letzten Woche vor dem gebuchten Termin bzw. 38 Prozent an den letzten beiden Tagen tun. Am Anreisetag stornieren noch 13 Prozent. Nur 10 Prozent der Stornofälle liegen außerhalb der Frist von 28 Tagen vor Anreise.

Wie langjährige Erfahrungen zeigen, werden fünf bis acht Prozent der Hotelbuchungen wieder storniert, der größte Teil extrem kurzfristig. Mindestens die Hälfte des Ertragsausfalles kann durch eine Versicherung abgedeckt werden. Der Vorteil der Versicherung für den Hotelier ist offensichtlich: Er kann den Ertragsausfall ausgleichen, der statistisch berechnet mehr als drei bis vier Prozent seines Umsatzes ausmachen kann, ohne das Verhältnis zu seinen Gästen zu belasten. Dem Gast gibt die Stornoversicherung Sicherheit vor finanziellem Schaden, wenn er einen gebuchten Aufenthalt nicht oder erst verspätet antreten kann, vorzeitig abbrechen oder unfreiwillig verlängern muss. Zusätzlich sind ggf. erforderliche Berg- und Pistenrettungen und Hubschraubertransporte voll gedeckt.

Auf Grund der allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Hotellerie ist der durch ein kurzfristiges – unter einem Monat liegendes – Storno verursachte Ertragsausfall vom Reisenden (gestaffelt je nach Zeitpunkt der Stornierung) bis zu 90 Prozent zu ersetzen. Das durchzusetzen ist für den Hotelier meist problematisch. Abgesehen davon, dass es nicht ohne kontroversielle Diskussionen geht und der Gast dadurch mit größter Wahrscheinlichkeit für die Zukunft verloren ist, wurde durch eine 2006 getroffene EU-Regelung die rechtliche Situation für den Hotelier verschärft: Eingeklagt können diese Forderungen nur am Wohnsitz des Gastes werden. Vor allem, wenn dieser im Ausland liegt, ist das mit einem Aufwand verbunden, den der mögliche Erfolg meist nicht rechtfertigt. Eine Hotelstornoversicherung löst das Problem für beide Seiten: Der Gast ist gegen die Stornokosten abgesichert und der Hotelier kommt zu seinem Geld.

www.europaeische.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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