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Christian Petz kämpft um sein Gußhaus.

Exklusiv: Wie es mit dem Gußhaus weiter geht

14.06.2018

ÖGZ exklusiv: Wie Gastronom Christian Petz mit seinem Gußhaus neu durchstarten will.

Christian Petz ist mit seinem Gußhaus in Wien in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Gastronom und Haubenkoch – die ÖGZ berichtete – hat mit Rückständen bei der Wiener Gebietskrankenkasse, mit Pachtschulden und offenen Forderungen von Lieferanten zu kämpfen. Auch die hohen Kosten für den Umbau der Küche spielen eine Rolle. 

Falsche Zahlen

Was der Unternehmer heute anders machen würde, erklärt er so: „Mit dem heutigen Wissen würde ich auf jeden Fall eine andere Steuerberaterin nehmen. Ich habe zu lange mit falschen Zahlen operiert, natürlich habe ich auch selbst Fehler gemacht. Die Investitionen waren notwendig, allerdings würde ich sie anders finanzieren“, sagt Petz. Sparen könne man weder bei den Mitarbeiter/-innen noch beim Wareneinsatz, „beide Komponenten stimmen ziemlich“ in seinem Betrieb. Erdrückend seien zudem die Lohnnebenkosten. „Ich bin dazu gezwungen, mehr als es mir guttut, zu arbeiten. Und ich kann mich relativ wenig administrativen Tätigkeiten widmen, außerdem ist es so schwierig, neue Ideen umzusetzen.“

Der Betrieb sei nicht zu klein, glaubt Petz. Das Konzept wolle er auch nicht ändern, im Gegenteil: „Ich werde es weiter ausbauen und versuchen, so das Profil zu schärfen und das auch verstärkt in die Öffentlichkeit zu transportieren.“ Ist Spitzengastronomie in Österreich rentabel? Petz: „Nein, zumindest nicht mit einigermaßen vernünftigem Einsatz.“ 

Autor/in:
Alexander Grübling
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