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Expansion in den Ost-Markt

23.09.2004

Die TUI Austria Holding wird dieses Jahr das Wachstum in Österreich um etwa 5-6 Prozent steigern und von Wien aus nebst Slowenien, Slowakei, Ungarn in die Märkte Russland und Polen expandieren.

Die Konjunktur gewinnt wieder an Fahrt, die Wachstumsprognosen werden zwar zögerlich aber doch allerorts nach oben korrigiert“, stellte Franz Leitner, Vorstandsvorsitzender der TUI Austria Holding, einleitend bei der Pressekonferenz fest.

Starke Zuwächse im Juli
Der größte Reiseveranstalter Österreichs rechnet in diesem Jahr mit einem moderaten Wachstum. Die Zahl der Gäste lag Ende August um rund 1,1 Prozent höher, der Umsatz steigerte sich um 2 Prozent. Bereinigt um die Reduzierung des Hotelangebots bei Magic Life betrug das Wachstum der Gäste sogar 5 Prozent und des Umsatzes 5,9 Prozent. Aufgeschlüsselt nach Marken bedeutet das bei den Gästezahlen ein Wachstum von 2,8 Prozent bei Gulet, von 6,5 Prozent bei Magic Life (bereinigtes Ergebnis), von 0,8 Prozent bei TUI und von 51,4 Prozent bei 1-2-Fly. Für das gesamte Geschäftsjahr 2004 rechnet man bei TUI mit deutlich mehr als 600.000 verkauften Flugreisen und einem Umsatz von zirka 460 Millionen Euro. Gerettet wurden die Zahlen durch eine gute Hochsaison, die meisten Zuwächse gab es im Juli.

Weniger Sonderangebote
Die laufende Preisdiskussion der Branche ist für Leitner „einfach lächerlich“. Er ist überzeugt, dass „der Holzbankerlflieger mit dem Charme einer Busstation neue Kundenwünsche nach neuen Business-Class-Qualitäten erzeugt“. Das stärkste Wachstum der TUI Holding, mit 51,4 Prozent, gab es zwar bei der Billigschiene 1-2-Fly, doch der Anteil an Sonderangeboten sank bei Gulet um 28 Prozent und bei TUI mit 37 Prozent. Insgesamt hält TUI Austria derzeit einen Marktanteil von etwa 45 Prozent, für das Geschäftsjahr 2005 rechnet man mit einer Gästezahlsteigerung von 3 bis 4 Prozent und einem Umsatzzuwachs von 5 Prozent. Schlankere Organisationsstrukturen und weitere Kostensenkungen bei gleichzeitig weiteren Investitionen in die Qualtiät sollen die Ertragskraft stärken. Die wichtigsten Vertriebspartnern sind noch immer unumstritten die Reisebüros. Das Vetriebsvolumen im weltweiten Netz ist derzeit noch nicht sehr groß, verzeichnete aber gute Steigrungen. „Es werden sich nur große Marken im Netz behaupten“ bemerkte Leitner in diesem Zusammenhang.

Joint Venture in Russland
Das künftige Wachstum sieht Leitner im Osten. Der Umsatz der TUI Holding soll heuer auf rund 700 Millionen Euro gesteigert werden, wobei 40 Millionen aus den Quellmärkten Ungarn, Slowenien und der Slowakei stammen.
Nach der Integration der Polen-Tochter im September dieses Jahres, die bisher von der deutschen TUI AG verwaltet wurde, wird es TUI Austria künftig auf insgesamt 830 Millionen Euro Umsatz und rund 1,1 Millionen Veranstaltergäste bringen. Anfang August wurde das Joint Venture „TUI Mostravel Russia“ mit dem russischen Partner „Mostravel“ realisiert, an dem die deutsche TUI eine Minderheitsbeteiligung von 34 Prozent hält, wobei der Anteil 2007 auf 51 Prozent erhöht werden kann. Durch den Einstieg in den Quellmarkt Russland rechnet man schon ab 2005 mit weiteren 200.000 Urlaubern und einem zusätzlichen Umsatz von 100 Millionen Dollar. Bis 2007 sollen es schon 300.000 Gäste und 160 Millionen Dollar Umsatz sein. Erklärtes Ziel ist es, in jedem Markt zumindest Key Player zu werden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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