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Fachverband Gastronomie: Erfolgreiches Team bestätigt

08.06.2005

In der konstituierenden Ausschusssitzung des Fachverbandes Gastronomie, den mit 58.200 Gewerbeberechtigungen mitgliederstärksten Verband der Wirtschaftskammerorganisation, wurde das bisherige Führungsteam einstimmig für die weitere Funktionsperiode bestätigt:

Obmann Helmut Hinterleitner stehen als Stellvertreter Rudolf Rumpler aus Niederösterreich und Karl Wratschko aus der Steiermark zur Seite, die zugleich auch den beiden größten Fachgruppen im Fachverband vorstehen.

In der letzten Zeit konnte der Fachverband einige für die Branche wichtige Anliegen umsetzen, sei es beispielsweise die Ausnahmeregelung für die Gastronomie im Tabakgesetz, die Abschaffung der Trinkgeldbesteuerung, die Verhinderung einer Verschärfung der Kennzeichenvorschriften auf Speisekarten, oder HACCP-Erleichterungen für Kleinbetriebe.

Im Gegensatz zu manch anderen Länder, wo der Gastronomiebereich durch zentral gesteuerte, mulinationale Ketten dominiert wird, konnte in Österreich die Gastronomie trotz steigender Anzahl ethnischer Küchen und eines moderaten Zuwachs von Systembetrieben, ihre Eigenständigkeit und Vielfalt insgesamt bewahren.

Trotz Ethnowelle und fastfood - oder vielleicht gerade deswegen - ist auch die regionale Küche wieder zu einem Trend geworden. Maßgeblich dafür sind auch die sich in ganz Österreich entwickelten Wirtekooperationen und -initiativen, die die Unterstützung des Fachverbands finden.

Bei den Mitgliederzahlen des Fachverbandes konnte in den letzten sechs Jahren ein stetiger Zuwachs von durchschnittlich 2 % pro Jahr verzeichnet werden. Die stärksten Zuwächse gab es im Bereich der "Schnellgastronomie" sowie bei Kaffeehäusern, Bars und Unterhaltungsbetrieben, aber auch die Gruppe der Restaurants (einschließlich Kaffeerestaurants) konnte sich mit einem Zuwachs von rund 26 % in den letzten sechs Jahren sehr gut behaupten.

Eine große Herausforderung für die Interessenspolitik bleibt der Bereich Lebensmittelrecht/Hygiene/Konsumentenschutz. - Hier vor allem die Tendenz, die für die industrielle Großproduktion geltenden Standards auch im Bereich der Gastronomie einzuführen bzw. die Dienstleistung zentral gesteuerten Normen zu unterwerfen.

Hinterleitner: "Wir werden - so wie wir das auch in der Vergangenheit bereits getan haben - gegen derartige Fehlentwicklungen massiv auftreten und hoffen, dafür auch die notwendige Einsicht und Unterstützung der Politik auf nationaler und EU Ebene zu erreichen. Damit uns auch in Zukunft das charakteristische, abwechslungsreiche Bild der österreichischen Gastronomie nicht verloren geht und die Vielfalt auch im Interesse des Konsumenten erhalten bleibt."

In einer Branche mit einem Personalkostenanteil von 40 % und mehr ist auch eine maßvolle Arbeits- und Sozialpolitik ein Kernthema. Zur Entlastung der Branche notwendig wäre hier vor allem ein einfach handhabbares und kostengünstiges Modell für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse von Aushilfskräften, wie sie gerade in der Gastronomie zur Überbrückung von kurzfristig und oft ungeplant auftretenden Auslastungsspitzen vorkommen. Vergleichbar etwa dem deutschen mini-job-modell.

In Vorbereitung ist im Fachverband weiters eine Internetplattform rund um das Thema Alkohol. Wie gerade die jüngste Berichterstattung im Zusammenhang mit Haftungsfragen von Gastwirten bei Alkoholausschank gezeigt hat, ist gerade in diesem sensiblen Bereich objektive und seriöse Aufklärungsarbeit mehr als notwendig.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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