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Gut besuchte FAFGA – nicht nur am Stand von Zillertal Bier.

FAFGA: Qualität vor Quantität

04.10.2017

Die 30. Ausgabe der FAFGA war Ausdruck dafür, dass sich die Tiroler Fachmesse neu etabliert hat: Fast jeder zweite Besucher gibt an, auf einen Besuch der Gastmesse in Salzburg oder andere Fachmessen verzichten zu wollen. Ein Rundgang

Die neue Miele mit Waage im Sockel.

Über 15.000 Besucher und 390 Aussteller wurden an vier Tagen gezählt. Nicht immer war es gesteckt voll, dafür die Atmosphäre umso entspannter. Vielleicht auch deshalb haben nach einer unabhängigen Besucherumfrage rund zwei Drittel direkt auf der FAFGA geordert. Knapp die Hälfte gab an, dass sich für sie der Besuch einer weiteren Fachmesse im Bereich Hotel und Gastronomie künftig erübrige. Mario Vitale vom Kaffeemaschinenproduzenten (Alpina) und Händler Cald’oro aus Kufstein sagt: „Als Aussteller von der Stunde null an können wir berichten, dass sich die FAFGA gerade in den letzten Jahren sehr stark entwickelt hat. Der frühe Zeitpunkt der Messe ist einfach optimal, weil die Fachbesucher ihre Investitionsentscheidungen noch rechtzeitig treffen können. Besonders auffallend war, dass sehr viele Entscheidungsträger aus dem gesamten Alpenraum zu uns kamen.“ 

Eines der etwas kurioseren Messehighlights war sicher der Sushiautomat aus Südkorea am Stand von FHE Franke. In Zeiten des Fachkräftemangels soll er bei der Zubereitung von Maki und Sushi helfen. Kostet aber schlappe 18.000 Euro. Ganz schön viel Investition für einen Kasten, der hauptsächlich aus Plastik zu bestehen scheint. 
Ein echter Hingucker waren die ufoartigen Vitrinen  auf der Hausmesse von Wedl mit besten Fischen und Meerestieren – und sehr informativ die Weinworkshops: In diesen Masterclasses konnten sich Kunden, Partner und Mitarbeiter fachmännisch begleitet durch die gehobene Getränkewelt kosten – ich war beim Rundgang durch die Weißweinwelt dabei und habe viel über reifere Weißweine gelernt: Es muss nicht immer ein frisch-knackiger junger Veltliner sein! Wedl präsentierte auch seine neue Edelkaffeemarke aus Padua: Vescovi – exklusiv für die gehobene Gastronomie.
Bei Caterline , der neuen TK-Marke von Meisterfrost im Vertrieb von Unilever Food Solutions, in der Produkte der Marken Knorr und Carte d’Or vermarktet werden, konnte man erleben, wie gute Convenience reüssiert: Tiefgekühlte Grießknödel lassen sich nicht nur einfach zubereiten und individuell verfeinern, sie schmecken auch. Ebenso wie der Kaiserschmarrn mit Topfen und Vollmilch. Witzig auch die Werbesprüche: „Ein Griess aus der Küche“ oder „Wenn das kein Schmarrn ist“!

WMF präsentierte das neue Buffetkonzept „Quadro“ im gewohnt erstklassigen Design und modular beliebig kombinierbar: Rahmen, Ein- und Aufsätze bleiben optisch im Hintergrund, dafür rücken die Speisen in den Vordergrund. Neu bei den Kaffeemaschinen: die kompakte 1100 S Officemaschine und das neue Flagship 9000 S+, superleise, mit individueller Getränkeeinstellung und mit knallgelben Seitenwänden – très chic. Leiter WMF Professional Österreich Manuel R. Harnischmacher hatte nicht grundlos gute Laune.. Auch Regionalverkaufsleiter Thomas Klima (5) von Melitta präsentierte mit der Cafina XT8 sein Spitzenmodell. Sie ist nicht nur die Schnellste in der XT-Familie, sondern kann auch unterschiedliche Milchschaumvarianten produzieren: kalt, warm, heiß, flüssig, moussig oder standfest.

Der Tiroler Weinhändler Dietmar Meraner zeigte neben seinem umfangreichen Sortiment auch eine Lösung zur Trinkwasseraufbereitung in Gastronomie und Hotellerie: Well Wasser ist ein System, das sicherstellt, dass auch bei alten Leitungen erstklassiges Trinkwasser aus der Leitung kommt und Gästen angeboten werden kann. Das Filtersystem inklusive Kartuschen kostet nur 85 Euro Miete im Monat.
Die Brauerei Zillertal lud an ihrem Stand zur Verkostung ihres neuen „Tyroler Imperial Zwickl“ ein: ein Bier aus 100 % Fisser (also Tiroler) Gerste. Die Brauer garantieren den Bauern eine fixe Abnahme zu einem attraktiven Preis. Für Marketingleiter Philipp Geiger eine „gute Alternative zur Milchwirtschaft“. Ebenfalls im Angebot: das „515 Grand Reserve“ aus dem Barrique-Fass – eine Craft-Bier-Cuvée mit 22,6 % Stammwürze und 10,1 % Alkohol für höchste Ansprüche, die erstaunlich gut mit dunkler Schokolade harmoniert.
Rudolf Schreder (7), der Chef vom Outdoormöbelspezialisten Exito aus Ungenach, ist schon mehr als 15 Jahre bei jeder FAFGA dabei. Neu im Angebot sind Tische aus Fassadenplatten, die normalerweise im Hochbau eingesetzt werden: extrem widerstandsfähig und mit ungewöhnlichem Look.

Ganze Hotelzimmer stattet Schuster Hoteleinrichtungen aus – inklusive Boden und Wand. Dafür arbeiten bei den bayerischen Schreinern fünf Innenarchitekten und 20 Monteure. Sie sind zum dritten Mal auf der FAFGA, und Michael Schuster (9) ist mehr als begeistert: „Als Bayer hast du es in Österreich normalerweise schwer, da ist der persönliche Kontakt umso wichtiger.“ Man expandiert kräftig, betreut derzeit knapp 200 Hotelprojekte und hat am Firmensitz am Chiemsee ein Musterappartementhotel mit 15 unterschiedlichen Schlafzimmern und Bädern errichtet. 2018 wird der Produktionsstandort um 3.000 m2 erweitert. Investitionen in eine neue Einrichtung lohnen sich: Schuster rechnet mit 3 Euro Investition pro Tag und Zimmer, für die man locker 4 Euro mehr verlangen könne.
Um Zahlen geht es auch beim Tiroler Traditionsfamilienbetrieb Wötzer. Beim Kassenspezialisten hat offiziell seit Anfang des Jahres Tochter Melanie Wötzer das Ruder übernommen. Sie hat Wirtschaftsinformatik studiert, versteht also etwas vom Programmieren. Jetzt haben die hauseigenen Programmierer der Kassasoftware einen kompetenten Ansprechpartner. „Die Software ist das Herz unserer Kassen“, sagt sie. „Aber unser USP ist, dass wir Kassenspezialisten für Gastronomie und Handel sind – keine Anbieter von Software für alles Mögliche.“
Unser Rundgang endet bei den Hygienespezialisten Hagleitner aus Zell am See: Hier konnte man das auch optisch attraktive innovative Portionierungssystem für Reinigungsmittel bewundern. Mit integral 2Go kommt man „weg vom Kanister“, wie es Regionalverkaufsleiter Martin Rodda (10) formulierte. Die hochkonzentrierten Putzmittel lassen sich punktgenau voreinstellen und aus der Abfüllanlage dosieren. Das System wird auch kostengünstig verliehen.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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