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Fast die volle Punktezahl

10.03.2010

Falstaff 2010. Seit gestern gibt es ihn, den druckfrischen Falstaff Restaurantguide 2010. Erstmals in der Geschichte gab es für ein Restaurant 99 von 100 Punkten: Das "Steirereck" in Wien.

Heinz Reitbauer jun. und seine Frau Birgit: Mit 99 Punkten das beste Ergebnis in der Geschichte des Falstaff-Guide

Gestern erschien der neue Falstaff Restaurantguide 2010 erscheint. Trotz des Krisenjahres 2009 – dem Bewertungszeitraum des aktuellen Falstaff Restaurantguides 2010 – zeigen die Ergebnisse der Gourmetclubmitglieder-Befragung einen schönen Trend: Der Krise zum Trotz kochen Österreichs Köche besser denn je. Wesentlich mehr Betriebe wurden auf- statt abgewertet. »Die heimischen Wirte beweisen damit, dass man in der Krise mit noch mehr Engagement und noch besserer Leistung seine Stammkundschaft halten kann. Bravo!«, freut sich Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam über diese Tendenz.

 

Mit neuen Konzepte gegen die Krise

 

15.000 Gourmetclubmitglieder testeten für den Falstaff Restaurantguide 2010 mehr als 1.100 Restaurants und gaben insgesamt 176.000 Bewertungen ab. Erstmals in der Geschichte des Guides erhielt ein Restaurant 99 von 100 Punkten. Das »Steirereck« in Wien – insgesamt 1.138 Mal bewertet – wurde zum Gesamtsieger 2010. Platz zwei geht an das »Landhaus Bacher« in Mautern und an »Obauer« in Werfen. Den dritten Platz gewinnt Johanna Maier für das »Hubertus«. Dem Trend, dass trotz Krisenjahr viele Restaurants stark aufgewertet wurden, liegt zugrunde, dass sich Gastronomen und Köche neue Konzepte einfallen ließen und offenbar die Preise an die Wirtschaftslage angepasst haben. »Die vielzitierte Krise hat damit die Restaurantszene nicht geschwächt, sondern ganz offensichtlich positiv verändert«, analysiert Rosam diese Entwicklung. Auch die Weinkarten wurden flächendeckend verbessert; das mangelhafte Getränkeangebot hatte im Vorjahr zu zahlreichen Abwertungen geführt.

 

Erstmals vier Gabeln für Didi Dorner

 

Das spannendste Kapitel im neuen Guide bilden jene Betriebe, die sich über einen hohen Punktezuwachs
freuen können – einige erfuhren eine Aufwertung von bis zu sieben Punkten. Eine katapultartige Aufwertung gelang dem »Gasthaus Scherleiten« in Oberösterreich – die Punktezahl erhöhte sich von 83 auf 90 Punkte. Das Haus ist österreichweit eher unbekannt und bisher von der Gourmetkritik kaum beachtet worden. Ebenfalls um sieben Punkte – von 76 auf 83 – verbesserte sich das »Hill« in Wien.
Das »Kulinarium 7« (Wien) gewann fünf Punkte dazu – hier kocht seit dem Vorjahr das Duo Max Aichinger und Richard Leitner – ebenso wie der »Wiener Salon«, der in allen Bereichen seinen Auftritt stark verbesserte. In Wien sticht »Kim kocht« eindeutig hervor – Sohyi Kim ist nicht nur beste asiatische Köchin Österreichs, sondern ihr Restaurant ist mit 93 Punkten drittbester Feinschmeckertempel Wiens.
Im Burgenland eroberte Innereienspezialist Max Stiegl vom »Gut Purbach« Platz zwei. Überraschungssieger in der Steiermark ist Didi Dorner; mit 95 Punkten und erstmals vier Gabeln gehört er definitiv zur Oberliga der österreichischen Köche. Überraschend ist auch die Dichte an hoch bewerteten Restaurants in Salzburg: Fünf Betriebe erhalten vier Gabeln – Salzburg ist damit die Gourmetregion Nummer eins in Österreich.

 

Die Bundesländersieger:

Wien (und Österreich-Sieger): Steirereck im Stadtpark
Niederösterreich: Landhaus Bacher, Mautern
Burgenland: Taubenkobel, Schützen
Steiermark: Didi Dorner, Landhaus Stainach, Stainach
Oberösterreich: ex aequo Tanglberg, Vorchdorf und Verdi, Linz
Salzburg: Obauer, Werfen
Kärnten: Schlossstern, Velden
Tirol: Paznauner Stube Trofana Royal, Ischgl
Vorarlberg: Guth, Lauterach

 

Die Kategoriesieger:

Luxus: Steirereck im Stadtpark, Wien
Landgasthaus: Waldschänke, Grieskirchen
Szene: Motto, Wien
Mediterran: La Torre, St. Veit
Design/Modern: Magazin, Salzburg
Asien: Kim Kocht, Wien

 

Erfolgreichster Gastronom 2010:

Erstmals wurde die Kategorie »Erfolgreichster
Gastronom« bewertet. Der Preis ging an den
österreichischen Rindfleisch-Papst Mario Plachutta. Die
Begründung: Mit fünf Lokalen, insgesamt 300
Mitarbeitern und mehr als 22 Millionen Euro Umsatz
gehört Mario Plachutta nicht nur zur Top-Wirte-Szene

 

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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