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Feiern mit der Marille

14.07.2005

Das besondere Klima der Wachau (vor allem die großen Temperaturunterschiede im Sommer zwischen Tag und Nacht) und eine eigens für die Region entwickelte Sorte sorgen dafür, dass die Wachauer Marille im Geschmack und Aroma etwas ganz Besonderes ist. Das hat auch die Europäische Union erkannt, die die Wachauer Marille seit 1996 als Marke schützt. Die kulinarischen Freuden, die die Marille spendet – z.B. als Marillenknödel, Marmelade, Nektar, Likör, Obstbrand, aber auch Schokolade – können die Besucher in der Wachau das ganze Jahr über genießen. Zwei Mal im Jahr aber drückt die Marille dem UNESCO-Weltkulturerbe Wachau ganz besonders ihren Stempel auf.

Von der Blüte bis zur Ernte
Schon Anfang April steht die Marille in Blüte. Rund 80.000 Marillenbäume verwandeln dann die Wachau in einen duftigen rosa-weißen Blütengarten. Die Pracht ist leider nur von kurzer Dauer, manchmal ist sie schon nach zwei Tagen vorbei. Wesentlich länger zieht sich die Ernte hin, in der Regel von Mitte Juli bis Mitte August. Jeder Baum wird in der Erntesaison drei bis fünf Mal mit einem traditionellen Pflückkorb besucht, dem Wachauer Marillenzistel, dessen unteres Ende ganz charakteristisch spitz zuläuft: Die Handhabung im Astgewirr der Bäume wird dadurch erleichtert, außerdem mildert die Form den Druck auf die unten im Korb liegenden Marillen.

Feste feiern
Wer in den Obstgärten fest arbeitet, darf auch Feste feiern. In Spitz wird die Wachauer Marille schon seit 1951 an jedem letzten Juli-Wochenende gefeiert (heuer zwischen 23. und 25. Juli). Das Fest wird am Kirchenplatz in dankbarer Vorfreude auf eine hoffentlich reiche Ernte veranstaltet, wobei für das leibliche Wohl mit Köstlichkeiten von der Marille, ausgesuchten Schnäpsen und erlesenen Weinen gesorgt ist. Den Höhepunkt des traditionsreichen Festes bildet am Sonntag der Festumzug mit König Marillus und Prinzessin Aprikosia sowie zahlreichen Trachten und Folkloregruppen. Schon zu Erntebeginn Mitte Juli (heuer zwischen 14. und 17. Juli) dreht sich in Krems alles um die Marille: Es drehen sich beim „Tanz um die Marille“ auf dem Donauschiff die Tänzer, es dreht sich der Rotor des Hubschraubers beim Rundflug um die Wachau, es umrunden die Fiaker die traditionsreiche Kremser Altstadt und die Gäste drehen ihre Runden von Stand zu Stand, wo es eine Marillen-Köstlichkeit nach der anderen zu kosten gibt.

Infos: www.spitz-wachau.at, www.allesmarille.at, www.niederoesterreich.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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