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Finger Food liegt weiter im Trend

05.09.2003

Essen mit den Fingern: Das zumindest in der westlichen Hemisphäre bisher ausschließlich Kindern vorbehaltene Essvergnügen ist seit einigen Jahren selbst in feiner Gesellschaft eine trendige Angelegenheit.

Nämlich dann, wenn der kleine Happen als Finger Food gereicht wird. Egal ob auf privaten Partys oder offiziellen Empfängen, die aus der Hand gegessenen Appetithappen wie Sushi oder Bruschetta erfreuen sich größter Beliebtheit.
Was macht den Verzehr dieser Mini-Speisen so attraktiv? Genau zu lokalisieren sind die Ursprünge des modernen Finger Food nicht. Fest steht, dass die Küchen, deutsche wie europäische, immer internationaler werden. So ist es kein Wunder, dass die Rezepte für die schmackhaften kleinen Happen aus allen Kontinenten stammen.
Tex-Mex und Asia-Food
Spare rips und Chickenwings, Tortillas und Quesadas sind typische Gerichte der texanisch-mexikanischen Küche und können als Vorreiter der gerade angesagten Life-Style-Küche gelten. Wer je Chickenwings probiert hat, wird die Versuchung kennen, die in einem Knusperteig frittierten Fleischstücke nicht mit Messer und Gabel, sondern direkt mit den Händen zu essen. Ähnlich verhält es sich bei Sushi. Der mit Essig gewürzte und mit rohem Fisch oder Gemüse belegte Reis animiert dazu, ihn von der Hand in den Mund zu schieben, ohne Stäbchen. Sushi, Sashimi oder Dim Suns gibt es in Europa seit vielen Jahren, mit stark wachsender Nachfrage. Beide, Tex-Mex wie Sushi und seine Verwandten, sind Vorboten der heutigen Finger-Food-Euphorie.
Ethno Food
Ethno Food ist eine weitere Bezeichnung für die vielfältigen Appetizer. Vielleicht ist dieser Name gar treffender, werden die Speisen doch nicht in einer reinen Lehre zubereitet, sondern vielmehr als bunte Mixtur vieler ethnischer Geschmacksströmungen. Das Ergebnis, das immer häufiger auf den silbernen Tabletts eines Buffets zu bestaunen ist: eine Cross-Over-Küche, die für jeden Geschmack etwas bereit hält. So stehen mit Basmati-Reis, Joghurt und Datteln gefüllte Teig-Schiffchen neben feurigen Tacos aus Endivienblättern und Radicchio, mit Knoblauchcreme bestrichene Muschelhälften reizen ebenso den Gaumen wie in Limettensaft getränkte und in Öl gebratene Garnelen-Spieße. Die Vielfalt an Finger-Food-Rezepten ist jedenfalls riesengroß, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Nachtischbuffet
Auch auf süße Speisen muss der begeisterte Finger-Food-Anhänger nicht verzichten. In Schokolade getauchte Früchte wie Erdbeeren oder Kapstachelbeeren, aparte Obstspießchen, pralinengroße Törtchen, winzige Crèpes oder apartes Kleingebäck lassen kaum Wünsche offen.
In der Lebensmittelbranche fallen die wohlschmeckenden Winzlinge durchaus positiv auf. Sowohl den industriell produzierenden Lieferanten von Finger Food wie auch den Catering-Unternehmen, die z. B. die Event-Gastronomie bedienen, bescheren die modernen Partyspeisen eine schöne Umsatzsteigerung. Genaue Zahlen sind aufgrund des stark diversifizierten Marktes leider derzeit allerdings nicht zu erheben.
Ernährungswissenschaftler begründen den Boom der „Fingernahrung“ mit dem Tastsinn. Er werde von den Menschen wieder vermehrt in Anspruch genommen, um der Überflutung durch audiovisuelle Reize zu entgehen.

Übrigens: Auch auf der Anuga vom 11. bis 15. Oktober 2003 in Köln, der größten Ernährungsmesse der Welt, ist Finger Food ein Trend-Thema.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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