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Fischers Wolfgang fängt frische Fische

30.10.2008

Der Fischerwirt im steirischen Gratwein ist nicht nur für Hochzeitsfeiern ein empfehlenswerter Ort

Die Historie des Fischerwirtes geht zurück bis etwa ins Jahr 1700. Damals wurde aus einer nahe gelegenen Labestation für die Fischer des Murufers ein Wirtshaus am heutigen Standort, das sich bald als Ausflugsgasthaus für die Grazer Bevölkerung etablierte. Ein angrenzender Fischteich war in Zusammenhang mit der eigenen Geschichte der logische Namenslieferant. Die geschäftliche Fortune der usprünglichen Besitzerfamilie Nekowitsch dürfte jedoch endendwollend gewesen sein, und so war man in den 1930er-Jahren zum Verkauf gezwungen. Neuer Besitzer wurde der Großvater des heutigen Inhabers Wolfgang Reinprecht, der seit 2000 die Geschicke des Hauses führt.
Den größten Aufschwung erlebte der Fischerwirt in den 1960er- und 70er-Jahren, als der Vater von Wolfgang Reinprecht, Wolfgang Reinprecht sen., die Musikgruppe "White Stars" entdeckte und diese mit ihren Auftritten das Haus in der ganzen Steiermark bekannt machten.
Träume von Räumlichkeiten
Heute ist der Fischerwirt ein traditioneller steirischer Gasthof, 15 Minuten außerhalb von Graz, der mit seinen insgesamt 400 Sitzplätzen (plus 130 Plätze im Gastgarten) und 45 Betten zahlreiche Gäste anzieht. Zu den wichtigsten Gründen für einen Besuch beim Fischerwirt zählen drei Räumlichkeiten:
das "Gwölb", ein Weinlokal in einem 300-Jahre-alten Keller
das Kernstockstüberl, ein Gästeraum mit mittelalterlichen Holztäfelungen und historisch bemalten Glasfenstern sowie
der im Frühjahr 2008 um 240.000 Euro komplett renovierte Panthersaal, der mehrfach unterteilbar und durch die entsprechende technische Ausrüstung perfekt für Seminare, Firmen-, Hochzeitsfeiern (auf die man sich besonders spezialisiert hat) und ähnliche Veranstaltungen geeignet ist. Die verschiedenen Champagner- und Brauntöne der Wände lassen sich mit allen gewünschten Farben kombinieren, sogar die Deckenbeleuchtung spielt farblich alle Stückerln. "Der Saalumbau wurde großteils von uns selbst geplant, und ich bin auf das Ergebnis auch sehr stolz", strahlt ein äußerst zufriedener Wolfgang Reinprecht.
Steirische Dominanz
In der Küche versucht man, für alle Vorlieben etwas zu finden. "Vor allem im Sommer bieten wir viele mediterrane Speisen an. Und auch wer Asiatisches sucht, etwa Gerichte aus dem Wok oder Curries, wird bei uns fündig. Und im Sommer gibts im Garten Grillabende", erklärt Wolfgang Reinprecht. Aber in erster Linie sei die Speisekarte natürlich steirisch geprägt. "Diesen Fehler machen nämlich viele: Dass die Klassiker wie Schnitzel, Backhendl und Co vergessen werden. Wir wollen ein Ausflugsgasthaus für die ganze Familie sein. Wenn da der Großvater das Schnitzel nicht auf der Karte findet, gibts eine Krise. Das ist einfach so." Gutbürgerlich im besten Sinne auch wenn dieser Begriff inzwischen oft fragwürdig besetzt ist könne man im Fischerwirt eben essen. Der Weinkeller ist mit rund 120 Positionen gut bestückt. Die Steiermark spielt natürlich die Hauptrolle, aber auch andere namhafte Winzer sind hier zu bewusst christlich gehaltenen Preisen vertreten.
Dass die Zimmervermietung im Fischerwirt keine Priorität hat, sieht man auch an der Umsatzaufteilung: 85 Prozent kämen aus Catering und Gastronomie, nur 15 Prozent von den Nächtigungen.
Hotel-Restaurant Fischerwirt, Bahnhofstraße 40, 8112 Gratwein, Tel.: 0 31 24/512 76, fischerwirt@aon.at, www.hotel-fischerwirt.com
clemens kriegelstein

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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