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Fix: Wien bekommt eine neue Eventhalle

30.01.2019

Bis zu 20.000 Zuschauer soll die neue Multifunktions-Halle in Neu Marx fassen. Realisieren wird sie die Stadt Wien über ihre Wien-Holding. Entscheidung wird einhellig begrüßt. Neuer Name: "Ostbahn-Halle"?

Dusika-Stadion am Handelskai nahe dem Ernst-Happel-Stadion? Oder doch was Neues im Donaufeld? Am Ende wurde es dann  Neu Marx nahe der Südosttangente. Ein hochkarätiges Expertenteam hat diese Entscheidung nach einem zweistufigen Auswahlprozess getroffen. Neben der Marxer Halle am ehemaligen Schlachthofareal ist Platz, der Stadt Wien gehört ein freies Grundstück, es muss nichts abgerissen werden, architektonisch könnte hier ein aufsehenerregendes Ensemble aus Marx Halle und T-Center entstehen. Da hier wenig Wohnbebauung in unmittelbarer Nähe existiert, rechnet man damit, dass auch die Nachbarn sich nicht allzu sehr gestört fühlen werden. Verkehrstechnisch ist der Standort über die U3, S-Bahn und die Autobahn ideal erschlossen.

WienHolding baut

Realisiert wird die neue Mega-Arena in Neu Marx von der WienHolding GmbH. Sie bereitet die Konzeption, die Planung, den Bau und den Betrieb der neuen Arena vor. Dazu wurde bereits eine entsprechende Tochtergesellschaft – die WH Arena Projektentwicklung GmbH – gegründet. Die neue WienHolding-Arena in Neu Marx ist eines der größten Projekte, das die WienHolding in ihrer jüngeren Geschichte realisiert hat. Von den Dimensionen her liegt dieses Projekt in einer Größenordnung vergleichbar mit dem Neubau und der Entwicklung der Messe Wien oder der Errichtung der neuen Therme Wien in Oberlaa. Man rechnet mit rund 250 Millionen Baukosten.

Architekturwettbewerb im Sommer

Aktuell wird der Architektur-Realisierungswettbewerb vorbereitet, der im zweiten Quartal 2019 gestartet werden soll. Nach den erfolgten Detailplanungen und der behördlichen Genehmigung des Projektes ist für das zweite Quartal 2020 die Ausschreibung des Generalunternehmers geplant. Spatenstich soll 2021 sein, die ersten Konzerte und Sportveranstaltungen können ab 2014 stattfinden. Für die in die Jahre gekommene Wiener Stadthalle wird bis dahin ein Nachnutzungskonzept erarbeitet.

Jahrhundertprojekt gut für Wien

„Es ist ein Leuchtturm-Projekt für die nächsten Jahrzehnte, das Wien als Wirtschaftsstandort, als Kulturstadt, als Tourismusmetropole und als Stadt der weltweit besten Lebensqualität stärkt“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig. „Wir werden dort eine der modernsten und größten Arenen in Europa errichten. Und schlagen damit die Brücke zu der dort bereits ansässigen Medien- und Kreativbranche“, sagt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Neu Marx wird damit ein Stadtviertel für Entertainment, Kultur, Medien und Technologie das keinen Vergleich zu scheuen braucht.“

Gut für den Tourismus

„Die neue Wien Holding-Arena wird als High-Level-Arena konzipiert, die Großevents möglich macht, wie das nur wenige Arenen in Europa können. Von der Eventtechnik über die Produktionsbedingungen bis hin zu Sponsoring, Hospitality und Publikumsservice wollen wir neue Standards setzen“, ergänzt WienHolding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer.

Norbert Kettner vom WienTourismus zeigt sich erfreut über die Entscheidung: „Im Destinationsmarketing wird uns die Wien Holding-Arena eine ideale Chance bieten, Wien vor internationalem Publikum als moderne Eventmetropole zu positionieren, mit leuchtstarken Großevents neue Zielgruppen anzusprechen und Neu Marx als neuen Hot-Spot in den Köpfen der BesucherInnen zu verankern.“ Auch die Wirtschaftskammer ist von der Entscheidung angetan. Sie hatte lange eine neue Eventhalle für Wien gefordert.

PPP für „Ostbahn-Halle“?

Spartenobmann Markus Grießler empfiehlt der WienHolding bei „diesem Jahrhundertprojekt auf die Expertise von internationalen Konzert- und Eventveranstaltern zu setzen und ein PPP-Modell umzusetzen.“ Das wird durchaus angedacht, eine Entscheidung über die Beteiligung Dritter wird die Stadt Wien noch heuer treffen.

Das könnte bedeuten, dass die noch namenlose Halle dann „Novomatic-Halle“ heißt oder „UPC-Halle“. Uns würde „Ostbahn-Halle“ am besten gefallen…oder wir bieten Arnold Schwarzenegger die Namenspatronanz an?

 

 

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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