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Flugabgabe vor dem Aus?

21.09.2016

Fluglinien und Tourismuswirtschaft argumentieren seit Jahren, dass aus der Flugabgabe lukrierte Einnahmen in keinem Verhältnis zu Erträgen stehen, die der Standort Wien lukrieren könnte, würde sie abgeschafft. Der jüngste Anlauf der Bundesregierung lässt eine gesamte Branche hoffen.

Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner: „Erreichbarkeit ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen und touristischen Erfolg. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Ticketsteuer, die auch in anderen europäischen Ländern wieder abgeschafft wurde, in Österreich bald der Vergangenheit angehören könnte. Faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Kontext würden den heimischen Tourismus und den Flugverkehrsstandort Wien und Österreich beflügeln.“ 
Gemäß einer Studie von Steer Davies Gleave, 2013 im Auftrag des BMVIT durchgeführt, stellt die Flugabgabe einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Hubs wie zum Beispiel Zürich dar. „Wien strebt bis 2020 Direktflugverbindungen mit 20 zusätzlichen Großstädten an – die Flugabgabe war in diesem Zusammenhang bislang ein Hemmschuh“, sagt Kettner.
Auch ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer begrüßt die Abschaffung: „Schön, wenn Sachargumente wieder ernst genommen werden! Die gesetzliche Regelung für den Online-Vertrieb, das Ende der Vergnügungssteuer vorerst in Wien, das Umdenken in Bezug auf die Sharing Economy und jetzt auch das Ende der Flugabgabe, die angekündigte Reformen der Abschreibung und der Gewerbeordnung: Aktuell fallen endlich richtungsweisende Entscheidungen.“  

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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