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Frischer Wind am See: ­Vorteilscard für 365 Tage

22.03.2018

Die „Grande Dame“ der Gästekarten wird mit 18 voll- und ganzjährig.

Am Neusiedler See beginnt demnächst schon der Frühling. Früher jedenfalls zumeist als irgendwo sonst in Österreich. Traditionell startet dann nicht nur langsam die Saison rund um den großen Steppensee, sondern es gehen auch – langsam – die Beherbergungsbetriebe und die Freizeiteinrichtungen an den Start. In den Sommermonaten pulsiert dann das touristische Leben, bevor der Tourismus zur und nach der Weinlese wieder – langsam – in den Winterschlaf versinkt. 

Tradition ist eben Tradition 

Richtig? Offensichtlich weit gefehlt. Denn in den vergangenen Jahren wurden vielfältige Initiativen gesetzt, vom Sommerfrische-Modus in einen Ganzjahres-Gang zu schalten. Vieles ist schon gelungen. Frischer Wind am See? Man denke nur an die Wochenenden des Martinilobens, wo kaum ein Bett am See mehr frei ist. An den Weinfrühling, an das Eislaufen am See, an die vielfältige Kultur auch in den Wintermonaten. Und die St. Martins Therme und Lodge! Deshalb seit kurzem ganz neu: Die Neusiedler See Card, sozusagen die „Altvordere“ unter den kostenlosen Gästekarten in Österreich, soll mit ihrer ganzjährigen Gültigkeit ebenso das Geschäft in der Nebensaison ankurbeln.
Das ist auch für den gesamten burgenländischen Tourismus wichtig. Schließlich trägt die Destination Neusiedler See mit ihren knapp 1,6 Millio-nen Nächtigungen mehr als 50 Prozent zum Gesamtergebnis bei! Und die Card ist in vielerlei Hinsicht attraktiv: vorteilhaft sowohl für die Reisenden selbst, die schon ab einer Nächtigung den „Sesam-öffne-Dich“ erhalten, als auch aufgrund ihrer Struktur für die touristischen Organisationen. Denn: Die Gäste fragen bewusst nach der Vorteilscard und werden somit auch in ihren Freizeitaktivitäten gelenkt. Natürlich können die Gästeströme und die Attraktivität der Angebote damit auch gemessen werden. Dass damit auch eine entsprechende subtile Kontrolle der Meldetätigkeit einhergeht, ist wohl auch nicht zu verachten. 18 Jahre hat die Neusiedler See Card also werden müssen, damit sie sozusagen „voll- und ganzjährig“ agieren darf. Ein Erfolg für die Neusiedler See Tourismus GmbH, die für die Card verantwortlich zeichnet!

Ganzjahrestourismus fördern

Stefan Schindler, seit knapp einem Jahr Chef der touristischen Vermarktungsgesellschaft am See, sieht die Sache sehr pragmatisch: „Mir war von Anfang an klar, dass wir den Ganzjahrestourismus am See mit allem Mitteln fördern und stärken müssen. Die bestens eingeführte und genutzte Neusiedler See Card als wichtiges Instrumentarium dafür hat sich natürlich angeboten!“ Schindler sieht die Card nicht nur als Bonus und Entscheidungskriterium der Gäste, sondern auch als wichtiges Lenkungs- und Marketing-Instrument nach innen: „Wir binden damit unsere Partner auch ein ganzes Jahr an uns und lenken deren Aufmerksamkeit auf die möglichst ganzjährige Öffnung. Außerdem reichen wir so wichtigen Partnern nunmehr das ganze Jahr über die Hand. Eigentlich stützt die Neusiedler See Card, die übrigens 2017 an knapp 200.000 Gäste ausgegeben wurde, mit ihren Angeboten alle unsere fünf Säulen in der Vermarktung. Wir wollen möglichst alle Gäste mit der Card erreichen. Hier sind aber auch unsere Vermieter gefragt!“ 

Betriebs-Coaching

Ein hehres Ziel, wenn man bedenkt, dass am Neusiedler See im vergangenen Jahr über 556.000 Gäste gezählt wurden. Was mehr als die Hälfte aller Ankünfte im Burgenland bedeutet. Es ist vor allem die Kleinstrukturiertheit des Beherbergungsangebots am Neusiedler See, die traditionell eine große Herausforderung bezüglich Ganzjahres-Vermarktung und Kooperationsfähigkeit mit dem Tourismusverband ist. Die seit über einem Jahr tätige „Betriebs-Coachin“ Tina Brunner engagiert sich entsprechend, die Leistungspartner auf die ganzjährige Vermarktung – nicht nur im Netz – einzuschwören. Die Card scheint dafür ein probates Mittel zu sein. Denn es sind vor allem die Privatzimmer-Vermieter, die bei den derzeit 760 Vermieter-Partnern die überwiegende Anzahl stellen. Deren Gäste fragen bewusst nach der Vorteilscard. Aber auch für Hotelgäste wird diese jetzt wohl durch die ganzjährige Gültigkeit immer attraktiver. Da kommen auch die großen Häuser unter Zugzwang. Was der Neusiedler See Tourismus GmbH natürlich nur recht sein kann. Es liegt vermutlich am schnöden Mammon, dass noch nicht alle Beherberger Mitglied sind und ihren Gästen die Card ab einer Nächtigung anbieten. Denn natürlich wird die kostenlose Card von den Partnern entsprechend finanziert, mit einem Umlagebetrag pro Nächtigung. Der sich aber weit unter dem zum Beispiel im Westen Österreichs üblichen bewegen soll …

Angebot-Highlights

Was sind denn nun die attraktivsten Angebote? Da wären zuvorderst unter den mehr als 50 kostenlosen Zutritten die Führungen im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel und im Naturpark Neusiedler See-Leithagebirge zu nennen. Das passt perfekt zum 25-Jahr-Jubiläum des Natio-nalparks, wie Alois Lang, zuständig für Ökotourismus und internationale Zusammenarbeit, meint: „Bei uns beginnt zwar jetzt so richtig die Saison, weil sich immer mehr Zugvögel einfinden. Aber: Der Nationalpark und damit auch die Führungen gibt es das ganze Jahr über. Somit ist es für uns wichtig, dass die Neusiedler See Card auch das ganze Jahr über gültig ist. Wir versprechen uns eine große Steigerung der Besucherzahlen in den Nebensaisonen.“ 

Neu in diesem Jahr ist, dass die St. Martins Therme in den Wintermonaten (27. 10. 2018 bis 28. 2. 2019) einen dreistündigen Eintritt gratis in die Card inkludiert. Ansonsten zählt die Therme mit ihren 20 Prozent Nachlass zu den über vierzig Rabatt-Partnern. Und da lugt die Neusiedler See Card übrigens auch über die (See-)Ufer hinaus: Time Travel, Tierpark Schönbrunn und der Donauturm zählen ebenso zum Vorteilsclub! Nachhaltig und in einer Weinregion ganz besonders wichtig: der öffentliche Verkehr. Rund um den See kann mit der Card nun ebenfalls ganzjährig kostenlos gefahren werden! 
www.neusiedlersee.com

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