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Frühlingserwachen im Wirtshaus

08.05.2013

Die Vereinigung der Tiroler Wirtshäuser lässt den Frühling gemeinsam mit der Genuss Region Nordtiroler Gemüse erwachen. 70 Mitgliedsbetriebe verfeinern ihre Gerichte mit Salat, Spinat, Radieschen, Schnittlauch und Co aus Tirol.

Auftakt des „Frühlingserwachens“ mit Sieglinde Schatz vom Wirtshaus Wilder Mann, Andreas Mair, Obmann Tiroler Wirtshauskultur, sowie LAbg. Josef Geisler und  Gemüsebauer Stefan Müssigang

Text: Barbara Egger

Der Winter war hart und lang. Zu lang. Doch seit Mitte April herrschte bei den Tiroler Gemüsebauern wieder Zuversicht. Auf den Feldern gedeihen bereits Radieschen, Spinat, Schnittlauch, Vogerlsalat, Jungzwiebel und Porree. „Anfang Mai werden wir auch den ersten Salat ernten", so Josef Schirmer. Der Obmann der Tiroler Gemüsebauern hat sich vor einigen Wochen mit Andreas Mair, dem Obmann der Tiroler Wirtshauskultur, getroffen. In der Stube besiegelten die beiden eine Partnerschaft: Die Genuss Region Nordtiroler Gemüse arbeitet erstmals mit den Tiroler Wirtshäusern zusammen. „Natürlich gab es schon bisher Abnehmer in Gastronomie und Hotellerie für das Tiroler Gemüse. Heuer aber richten wir erstmals gemeinsam die Frühlingsthemenwochen in den Tiroler Wirtshäusern aus", erklärt An-dreas Mair.

Veredelte Gemüsesorten

Der dreiwöchige Aktionszeitraum „Frühlingserwachen" startete am 26. April 2013. Bis 20. Mai 2013 werden in den Mitgliedsbetrieben der Tiroler Wirtshauskultur im Rahmen dieser kulinarischen Themenwochen frische saisonale Tiroler Gemüsesorten veredelt und verfeinert. Auch Sieglinde Schatz, Chefin des Gasthauses „Wilder Mann" in Lans, hat wie alle teilnehmenden Mitgliedsbetriebe eine Vereinbarung unterschrieben. „Damit verpflichten sich die Betriebe, Tiroler Gemüse zu kaufen und im Betrieb zu verarbeiten", so Mair. „Wir geben keine Gerichte vor, stellen aber einen Produktkatalog und eine Bezugsliste mit Tiroler Gastronomiegroßhändlern zur Verfügung." Die teilnehmenden Mitgliedsbetriebe bieten ihren Gästen eine zusätzliche Speisekarte an. Auch Plakate machen in den Wirtshäusern auf die kulinarischen Themenwochen aufmerksam.

„Gepaart mit anderen Produkten aus der heimischen Landwirtschaft, wie etwa dem Tiroler Milchkalb, Berg-lamm, Kitz oder der Forelle, ergibt dies einen kulinarischen Genuss, der in den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben in ganz Tirol erlebbar ist", betont Andreas Mair. Das Gasthaus „Wilder Mann" in Lans verwöhnt seine Gäste während des „Frühlingserwachens" etwa mit geräuchertem Tiroler Gebirgsforellenfilet von der Fischerei Teufelsmühle in Rinn (nahe Lans) mit buntgemischten Frühlingssalaten, Kresse, Radieschen und Vogele von den Tiroler Gemüsebauern. Den Tafelspitz vom heimischen Jungrindl bekommt der Gast mit Cremespinat aus Tirol serviert. Selbstverständlich wird die Sauce mit Tiroler Schnittlauch verfeinert.

Von den insgesamt 126 Mitgliedsbetrieben der Tiroler Wirtshauskultur nehmen 70 Betriebe an der Aktion teil. „Wir konnten nicht alle gewinnen. Viele hatten eine sehr lange Wintersaison und sind jetzt im Betriebsurlaub. Doch die, die mitmachen, sind mit Herzblut dabei", so Andreas Mair. Die kulinarischen Themenwochen „Frühlingserwachen", „Tiroler Almsommer" und „Erntedank" sind seit vielen Jahren ein fixer Angebotsbestandteil des Vereines Tiroler Wirtshauskultur. „Es geht darum, die Zusammenarbeit zwischen der heimischen Landwirtschaft und der Gastronomie zu stärken und laufend weiter zu verbessern", so Andreas Mair. Dass man auf dem richtigen Weg sei, würden auch Umfragen belegen.

„Die Gäste kommen zwar nicht ausdrücklich wegen der guten Küche nach Tirol. Doch spielen in unseren Umfragen neben Themen wie Land und Leute sowie Landschaft auch die Verfügbarkeit von regionalen Produkten in der Gastronomie eine wesentliche Rolle. Bei den Urlaubsgästen hat sich hier ein starker Trend entwickelt", bestätigte Katleen Johne, bei der Tirol Werbung für Strategien & Tourismusentwicklung zuständig.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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