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Für jedes Gericht ist ein „Kreil“ gewachsen

14.10.2010

Der „Kräuterwirt Gasthaus Dunzinger“ setzt in seiner Küche auf die Kraft der Kräuter. Auf der Homepage des „Kräuterwirtes“ im oberösterreichischen Hirschbach wird der Gast mit Menüpunkten wie „d’wiatsleit und s’team“, „oiwei is wos los“ oder „wo san ma daham“ empfangen.

 Ein Wörterbuch „deutsch - mühlviatlarisch“ ist dankenswerterweise auch gleich dabei. Hier erfährt man dann auch, dass der mühlviertler Ausdruck für „Kräuter“ eben „Kreiln“ lautet (siehe Headline). „Die Mundart wird hier einfach noch von vielen verwendet und deswegen wollen wir diesen Brauch auch bewusst pflegen“, lacht Junior-Chefin Carolin Schimpl. Schließlich sei der Kräuterwirt auch ein bodenständiges Wirtshaus und kein Restaurant.

Seit 30 Jahren ist das Gasthaus Dunzinger, wie der Kräuterwirt früher geheißen hat, in Besitz der Familie Schimpl (Senior-Chefin Gerlinde Schimpl ist eine geborene Dunzinger), und heute kümmern sich neben Alois und Gerlinde Schimpl auch Sohn Gerald mit Ehefrau Carolin um das Wohl der Gäste. Vor drei Jahren wurde dann der Kräuter-Affinität von Gerlinde Schimpl Rechnung getragen und der Betrieb eben in „Kräuterwirt“ umbenannt. Denn Kräuter prägen die Speisekarte und geben vielen Gerichten eine ganz besondere Note, etwa bei Schweinsschnitzerln mit Speck, Ziegenkäse und feinen Gartenkräutern gefüllt oder Gemüselaibchen mit Erdäpfeln und Kräuterdip.

Allianz der Kräuterbauern

Treibende Kraft dahinter sind die Genuss Region Mühlviertler Bergkräuter und die Kräuterkraftquelle Hirschbach, die von regionalen Kräuterbauern ins Leben gerufen wurde. Diese Betriebe pflegen seither eine Produktion nach streng kontrolliertem biologischem Anbau. Ihre Kräuter wachsen auf kleinen Feldern, die bergige Landschaft mit ihren granithaltigen Böden lässt die Pflanzen optimal gedeihen. Daneben wird aber ein Großteil der verwendeten Kräuter auch gleich im eigenen Garten angebaut.

Weiters werden in der Küche des Kräuterwirtes Produkte der Genuss Regionen Eferdinger Landl Gemüse oder Schlierbacher Käse verwendet, die weiteren Lebensmittel wie Fleisch, Fisch etc. kommen – soweit möglich – von Bauern aus der näheren Umgebung.
Auch die Getränkekarte gibt sich einerseits betont regional – Freistädter Bier ist eine fixe Größe, die Kräuter der Genuss Region finden darauf mit hausgemachten Kräutersäften in großer Auswahl vom Pfefferminz- bis hin zum Goldmelissensaft oder einem Biobergkräutertee überzeugend Eingang.

Erfolg wiederholt
Die Gäste geben sich von dem Konzept jedenfalls begeistert – ebenso wie der Mystery-Tester, der in seinem Bericht sowohl die Freundlichkeit der Mitarbeiter als auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis lobend erwähnt. Und das nicht zum ersten Mal. Schließlich war der Kräuterwirt schon im vergangenen Jahr „Genuss Wirt des Jahres“ in Oberösterreich, was Carolin Schimpel doppelt freut: „Dass wir das gleich zweimal hintereinander geworden sind, ist unglaublich! Und es hat uns viele neue Gäste gebracht. Es gibt offensichtlich viele Leute, die sich die einzelnen Genuss Wirte extra anschauen oder sie sogar der Reihe nach ‚abklappern‘.“ Und nicht zuletzt würde man auch vom hervorragenden Marketing der Genuss Regionen profitieren.

CKS

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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