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Furan im Kapselkaffee

14.03.2012

Spanische Studie berichtet, dass Kapselkaffee mehr krebserregendes Furan enthält als Filterkaffee.

Ist Kapselkaffee gefährlicher als Filterkaffee? Diesem Thema widmet sich eine spanische Studie, die in der Fachzeitschrift „Food Chemistry" veröffentlicht wurde. Kaffee, der aus Portionskapseln in modernen Kaffeemaschinen zubereitet wird, enthält mehr potenziell krebserregendes Furan als herkömmlicher Filterkaffee. Das fanden Wissenschaftler um Professor Javier Santos von der University of Barcelona heraus. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die festgestellten Werte nicht gesundheitsgefährdend sind.

Furan entsteht wie Acrylamid bei starker Erhitzung von Lebensmitteln und Getränken. Chemiker nennen dies die „Maillard-Reaktion". Dabei gehen die Eiweiß-Bausteine (Aminosäuren) sowie Einfachzucker wie Glukose mit Wasser eine neue Verbindungen ein. Diese verleihen dem Kaffee sein typisches Aroma und seine dunkle Farbe, aber darüber hinaus bildet sich Furan. „Der leicht flüchtige Stoff kann aus den Kaffeekapseln nicht entweichen und wird zusammen mit dem heißen Wasser unter hohem Druck in die Kaffeetasse gepresst", erklärte Studienleiter Santos.

Dies ist auch der Hauptgrund für die höheren Furanwerte im Kapselkaffee. Furan verursachte in Tierversuchen bösartige Tumore. Die internationale Krebsforschungsbehörde klassifiziert Furan als für den Menschen „potenziell krebserregende Substanz".

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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