Direkt zum Inhalt

Gäste wünschen sich Herkunftsauslobung

03.08.2011

Wien. Laut AMA-Marketing-Umfrage essen immer mehr Menschen häufig außer Haus. Der Wunsch der Gäste nach einer Herkunftsaulobung, wie das AMA-Gütesiegel, das sich immer besser etabliert, verstärkt sich.

(v. l. n. r.) Sepp Bitzinger (AMA-Gastrosiegel-Wirt), Dr. Stephan Mikinovic (GF AMA Marketing), KR Johann Schenner (Bundesspartenobmann Tourismus & Freizeitwirtschaft, WKÖ)

Was die Österreicher zu einem Restaurantbesuch bewegt und worauf sie dabei wert legen, geht aus einer Befragung von 1.350 Personen durch die im Auftrag von AMA Marketing durchgeführte RollAMA-Motivanalyse hervor. Demnach essen immer mehr Menschen immer häufiger außer Haus. Hauptgrund dafür ist die verbesserte finanzielle Situation des Einzelnen. Der Urlaub und Feste mit der Familie sind die häufigsten Gründe, ein Restaurant zu besuchen. Bei der Restaurantwahl zählen oft das Angebot regionaler Spezialitäten und traditionelle Küche. Das AMA-Gastrosiegel etabliert sich dabei immer mehr als verlässlicher Herkunftswegweiser für die verwendeten Rohstoffe. Dieverstärkte Herkunftsauslobung entspricht auch den Gästewünschen. Der Geschäftsführer der AMA Marketing, Stephan Mikinovic, und Hans Schenner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), freuen sich gleichermaßen über den Aufwärtstrend in der heimischen Gastronomie und wollen die Affinität der Österreicher zur Branche weiter steigern.

Lokalbesuche nehmen zu

Gut ein Viertel der Österreicher essen ein oder mehrere Male in der Woche außer Haus. Hauptgründe dafür sind die bessere finanzielle Situation (26 %), eine geänderte Lebenssituation (24 %) beziehungsweise mit 13 % Zustimmung, berufsbedingte Geschäftsessen. Ein weiteres Viertel besucht zwei- bis dreimal monatlich ein Lokal. Der Rest gehört zu den weniger intensiven

Restaurantbesuchern. Nur 1 % der Befragten gibt an, nie auswärts zu essen. Eine Analyse der letzten Jahre zeigt, dass der Außerhausverzehr deutlich zunimmt. Gaben im Jahr 2005 noch 40 % an, nie oder selten ein Lokal zu besuchen, waren das 2011 nur mehr 25 %. Auch die Anzahl derer, die mehrmals pro Woche essen gehen, steigt deutlich. 5 % waren dies im Jahr 2005, 12 % im Jahr 2011.

Meistens mit dem Partner unterwegs

Am häufigsten (28 %) erfolgt ein Restaurantbesuch mit dem Partner beziehungsweise der Partnerin. Im Bezug auf die Häufigkeit stehen aber auch Freunde, Bekannte und die Familie für einen gemeinsamen Besuch im Lokal hoch im Kurs. Alleine macht essen offenbar den wenigsten Freude. 42 % geben an, niemals alleine ein Lokal zu frequentieren. Am häufigsten erfolgen Restaurantbesuche eindeutig im Urlaub (47 %), aber auch bei Ausflügen (36 %). Auch spezielle Anlässe, Feste und Feiern sind für viele ein häufiger (24 %) oder zumindest gelegentlicher (51%) Grund, auswärts zu essen.  Am liebsten besuchen die Österreicher Gasthäuser und Restaurants, in denen regionale Spezialitäten angeboten werden (59 %). Genauso viele schätzen auch die traditionelle Küche. Im Mittelfeld bewegen sich diejenigen, die gerne immer die gleichen Gaststätten besuchen, aber auch diejenigen, die gelegentlich gerne etwas Neues ausprobieren. Das Internet spielt bei der Vorauswahl noch eine eher untergeordnete Rolle. Im ausgewählten Gastronomiebetrieb zählt für 84 % der Gäste Hygiene und Sauberkeit im Betrieb, das gute Service (61 %), aber auch nett angerichtete Speisen (36 %) und die Verwendung österreichischer Rohstoffe für die Gerichte (34 %). Eher im Mittelfeld zu finden ist die Wertigkeit günstiger Preise.

Mehrzahl wünscht sich Herkunftsauslobung

Fast zwei Drittel der Restaurantbesucher wünschen sich eine

verlässliche Herkunftsauslobung der Produkte auf der Speisekarte.

Eine besondere Bedeutung hat dabei die Herkunftsauslobung bei

Fleisch, Eiern und Brot/Gebäck. Immerhin 44 % wollen unbedingt wissen, woher ihr Rind- und Kalbfleisch stammt, 42 % interessiert das bei Eiern, genauso viele bei Schweinefleisch, 41 % wollen die Herkunft von Brot/Gebäck, aber auch Hühnerfleisch erfahren. "Diese Umfrage-Ergebnisse beweisen, dass wir mit dem AMA-Gastrosiegel auf dem richtigen Weg sind und den Gästen die Wünsche rechtzeitig von den speisenden Lippen abgelesen haben. Aber auch die heimische Gastronomie hat den Trend und die Wünsche ihrer Gäste erkannt und rechtzeitig und richtig darauf reagiert. Damit sind wir gemeinsam einen Schritt weiter auf dem Weg zur kulinarischen Destination", so Mikinovic. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Hubert Koller, Josef Neuherz, Yvonne und Markus Viertler-Schürz, Dieter Bischoff (von links oben nach rechts unten)
Gastronomie
05.02.2020

Die ÖGZ befragt regelmäßig ihre Leser zu den Themen der Woche.

18.09.2019

Es wird wieder und immer noch über das Rauchen in der Gastronomie diskutiert. Soll noch einmal dran gedreht werden? Was ist Ihre Meinung?

Stimmen Sie hier ab!

Martin Berger, Wien, Franz Reiter, Graz, Annemarie Foidl,. Johann, Johannes Brandstätter, Fuschl am See (von links oben, im Uhrzeigersinn)
Gastronomie
29.08.2019

Die ÖGZ hat vier Gastronomen zum Thema der Woche befragt. 

Nadja Blumenkamp, Daniel Ganzer, Georg Maier, Karl J. Reiter (von links oben im Uhrzeigersinn)
Hotellerie
03.07.2019

Die ÖGZ hat nachgefragt, was Hoteliers in Sachen Nachhaltigkeit unternehmen

20.03.2019

Alle Jahre wieder poppt das Thema auf. Die Kammer rät Gastronomen zur Einführung von Stornogebühren. Wir sind gespalten.

Werbung