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Gästerekord im Sommer

27.10.2011

Wien. Nach vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria wurden für die bisherige Sommersaison 2011 (Mai bis September) insgesamt 57,47 Millionen Nächtigungen gemeldet. Das bedeutet ein Nächtigungsplus von 2,2 Prozent. Bei den Ankünften gab es mit 16,49 Millionen ein Rekordergebnis und einen Zuwachs von 4,8 Prozent.

Abgesehen vom witterungsbedingt leicht negativen Juliergebnis (-0,7% bei den Nächtigungen) waren vor allem im wichtigsten Sommermonat August und im September die Nächtigungszuwächse mit +2,5 Prozent und +2,8 Prozent überdurchschnittlich; auch die ersten beiden Sommermonate Mai und Juni (+4,1 %) bilanzierten positiv. Auch der September verlief gut. Die Analyse zeigt,  dass die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zu September 2010 um 2,8% auf 9,84 Millionen zulegen konnte.

Leichte Zunahme bei inländischen Gästen

Für das bisherige Kalenderjahr 2011 (Jänner bis September 2011) liegen 106,11 Millionen Übernachtungen vor, um 0,8 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dabei konnten sowohl die inländischen (+3,1 % auf 5,82 Mio.) als auch die ausländischen Ankünfte (+5,8 % auf 10,67 Mio.) zulegen. Für die Mehrzahl der nächtigungsstärksten Herkunftsmärkte – mit Ausnahme von Deutschland (-1,7 %), dem Vereinigten Königreich (-5,2 %) und Italien (-1,4 %) – konnten Zuwächse registriert werden, die relativ höchsten bei Gästen aus Russland (+26,2 %), der Schweiz (+11,3 %) und Polen (+7,4 %). Aber auch die Zahl der inländischen Gästenächtigungen nahm leicht zu, um 0,7 Prozent auf 28,88 Millionen. Die Zahl der Ankünfte stieg im selben Zeitraum um 3,6 Prozent auf 28,02 Millionen.

Sommerschwung in Wintersaison mitnehmen
Für Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner ist daher die österreichische Tourismuswirtschaft auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein Fels in der Brandung und eine wichtige Stütze für die Konjunktur.  "Jetzt geht es darum, den positiven Schwung des Sommer-Ergebnisses in die kommende Wintersaison mitzunehmen", so Mitterlehner weiter. "Einmal mehr hat die heimische Tourismuswirtschaft eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich in drohenden Krisenzeiten als Rettungsschirm für die heimische Wirtschaft empfiehlt", kommentiert Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die von der Statistik Austria veröffentlichten Nächtigungszahlen für September. Besonders positiv wertet Schenner, dass bei der Zunahme der Nächtigungen - die sowohl auf die inländischen Gäste (plus 1,2 Prozent auf 17,94 Mio. Nächtigungen) als auch auf ausländische Gäste (plus 2,7 Prozent auf 39,53 Mio. Nächtigungen) zurückzuführen ist - vor allem die Deutschen Gäste ins Auge stechen. "Dass auf unseren wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland mit 21,77 Mio. Nächtigungen und plus 2,4 Prozent, 55 Prozent aller Gästenächtigungen entfallen, beweist, dass die Tourismusoffensive der Österreichwerbung auf unserem Nachbarmarkt genau zur richtigen Zeit eingesetzt hat und bereits Früchte trägt", betont Schenner.

Bergfahrt geht weiter
Über ein durchwegs positives Ergebnis kann sich Niederösterreichs Tourismuswirtschaft freuen. Tourismuslandesrätin Dr. Petra Bohuslav: "Niederösterreich liegt voll im Trend - auch der September zeigt das eindurcksvoll mit einem Nächtigungsplus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis." Auch die Steiermark ist kräftig im Plus.  „Nun haben wir neben dem August und September auch einen wettermäßig hervorragenden Oktober erleben dürfen, sodass wir ein sehr gutes Gesamtsommerergebnis erwarten können. Die Feiertage Ende des Monats werden dies auch noch einmal verstärken. Durch diese ausgezeichneten Voraussetzungen steuern wir bereits jetzt auf den besten Sommer aller Zeiten zu.“, freut sich Steiermark-Tourismus-Chef Georg Bliem. Der allgemeinen Krisenstimmung zum Trotz hat der Tiroler Tourismus auch im Sommer 2011 seine Rolle als stabiler Wirtschaftsfaktor unter Beweis stellen können. Mit dem Rekordergebnis von 3,96 Millionen Ankünften von Mai bis September 2011 konnte ein Plus von 4,1 Prozent erwirtschaftet werde. Der Geschäftsführer der Tirol Werbung, Josef Margreiter,  zieht zufrieden Bilanz: "Man sieht, dass in den Bergsommer wieder stärker investiert wird. Führende Touristiker und Seilbahner beweisen,  wie mit Qualität, Innovation, beherztem Engagement inklusive Vermarktung gepunktet werden kann." Jubelmeldungen auch aus Vorarlberg. Im Zeitraum Mai bis September kamen heuer mehr Sommergäste als je zuvor nach Vorarlberg. Bisher zählten Vorarlbergs Tourismusbetriebe in der laufenden Sommersaison insgesamt 878.000 Gäste (+4,8 %) mit gut 3,1 Millionen Übernachtungen (+1,9 %).

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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