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Garantieschein für Herkunft

19.02.2010

Das AMA-Gastrosystem gibt Gas. Rund 3.000 Wirte sollen auf die Herkunftssicherung setzen

Das Buch „Total Regional“ ist Sinnbild für die Kooperation von AMA und Wirten. Im Bild v. l.: Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing GmbH., Mag. (FH) Birgit Mondl (Projektleiterin AMA-Gastrosystem), Mag. Sabine Flöcklmüller, Kulinarisches Erbe, und Komm.-Rat Helmut Hinterleitner, Fachverband Gastronomie

Vor zwei Jahren wurde auf Initiative des Kuratoriums Kulinarisches Erbe das AMA-Gastrosystem ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein Zertifikat, mit dem die Rohstoffherkunft in der Gastronomie sichergestellt werden soll. Der bis dato erzielte Erfolg kann sich sehen lassen. Mittlerweile nehmen rund 800 gastronomische Betriebe in ganz Österreich an diesem EU-weit einzigartigen Herkunftssicherungssystem teil.

„Heuer sollen noch 500 weitere Wirte dazukommen, insgesamt wollen wir bis 2012 ungefähr 3.000 Gastronomiebetriebe für das Projekt gewinnen“, gibt sich Mag. Sabine Flöcklmüller, Generalsekretärin des Kuratoriums Kulinarisches Erbe Österreich, ambitioniert. Den Sanctus von der Interessenvertretung der Gastronomie hat sie. „Die Initiative ist aus meiner Sicht auf dem richtigen Weg“, meint Komm.R. Helmut Hinterleitner.

„Als Obmann des Fachverbandes Gastronomie freue ich mich über diese gemeinsame Initiative, die wachsenden Zuspruch unter den Gastronomen findet“, meint der Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der WKO. Wobei Hinterleitner auf keine klare Trennlinie pocht. Ja, zu einer freiwilligen Herkunftssicherung, nein, zu einer gesetzlich vorgegebenen Herkunftsbezeichnung für die Speisekarten der Gastronomie. „Die Sicherstellung hochwertiger Zutaten ist eine Frage von Bewusstseinsbildung und Identität, der sich erfreulicherweise immer mehr Wirte stellen“, sagt Hinterleitner. Eine Zwangsdeklaration hält der Interessenvertreter hingegen für kontraproduktiv.

Freiwillig verpflichten sich die Wirte derzeit, für Produkte aus ­folgenden fünf vorgegebenen Kategorien, die Herkunft auszuweisen:
• Kategorie 1 – Fleisch: Rind, Kalb, Schwein, Lamm, Huhn und Pute stehen zur Auswahl. Die Teilnahme an mindestens zwei Produkten dieser Kategorie ist vorgeschrieben.
• Kategorie 2 – Milch und Milchprodukte: Die Herkunft von Milch, Joghurt, Sauerrahm, Topfen, Schlagobers, Buttermilch, Sauermilch und Butter ist aufzuzeigen.
• Kategorie 3 – Eier: Verpflichtende Teilnahme, eventuell auch mit zusätzlicher Angabe der Haltungsform.
• Kategorie 4 – Erdäpfel, Obst und Gemüse: Zumindest eine dieser drei Produktgruppen muss am Sicherungssystem teilnehmen. Auch einzelne Sorten/Arten können dabei gewählt werden.
• Kategorie 5 – Wild, Fisch: Für mindestens eine der beiden Produktgruppen muss die Herkunft bekannt gemacht werden.

Die Herkunft der einzelnen Produkte ist dann entweder auf der Speisekarte, auf Tischständern oder in Schaukästen für den Konsumenten klar zu deklarieren. Das ermöglicht dem Gast, eine bewusste Wahl zu treffen Das schließt aber nicht aus, dass auch Lebensmittel aus anderen Herkünften im Betrieb verwendet werden dürfen. Einmal im Jahr wird das Einhalten der Spielregeln anhand von Lieferscheinen und Lagerstand überprüft. Geht der Check ok, ist auch die Teilnahme am AMA-Gastrosystem fürs nächste Jahr gewährleistet. Kosten fallen dafür bis dato keine an. Wenn die Teilnehmerzahlen allerdings planmäßig weiter steigen, ist an die Einführung eines Kontrollbeitrags für das System gedacht.

kof

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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