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Gastgarten

07.03.2007

Eines ist bei Gastgärten auf jeden Fall zu Hundert Prozent sicher: Sie erfreuen sich bei den Gästen größter Beliebtheit – und doch kann es passieren, dass sie für den Wirt unrentabel sind.

Gastgärten sind keine Selbstläufer, sondern bedürfen der Planung

Aufgrund der besonderen Gegebenheiten von Gastgärten und den zahlreichen nicht beeinflussbaren externen Faktoren, wie der starken Abhängigkeit vom Wetter und die Einschränkung auf bestimmte Saisonzeiten, können sich Gastgärten oft vom lukrativen Zusatzgeschäft zur kapitalvernichtenden Kostenfalle entwickeln.

Rentabilität muss stimmen
Keine Frage, wenn das Wetter passt, kann sich der Gastgarten zu einem attraktiven Zusatzgeschäft entwickeln. Wichtig dabei ist, dass für die Rentabilität die Investitions- und Mitarbeiterkosten genau unter die Lupe genommen werden. Außerdem kann der Gastgarten zu einem Wettbewerbsvorteil werden, vor allem, wenn er gut gestaltet und für die Gäste sehr einladend ist. Und haben die Gäste einen schönen Gastgarten entdeckt, wird der Tipp schnell an Freunde und Bekannte weitergegeben. Damit ergibt sich die doppelte Chance, neue Stammgäste zu gewinnen. Einerseits durch die Mundpropaganda, andererseits durch das Laufgeschäft. So können beispielsweise Gäste, die sonst vielleicht niemals auf die Idee gekommen wären, ins Lokal hineinzuschauen, durch den attraktiven Gastgarten überzeugt werden, auch im restlichen Jahr regelmäßig vorbeizukommen. Aber natürlich ist nicht immer alles nur Eitel, Wonne, Sonnenschein. Da und dort lauern wie überall auch ein paar Fallen. So sind Gastgärten auf jeden Fall auch eine wirtschaftliche Herausforderung. Durch den schwankenden Geschäftsverlauf und die unregelmäßigen Stoßzeiten ist ein hoher Mitarbeiterbedarf notwendig. Eine unflexible Mitarbeitereinsatzplanung führt da schnell zu überhöhten Mitarbeiterkosten, die langfristig in einem wirtschaftlichen Desaster enden können. Als Richtwert gilt: Pro Mitarbeiterstunde sollte ein Umsatz von 60 bis 70 Euro pro Stunde erwirtschaftet werden. Der zweite Stolperstein ist das Lokal selbst. Oft ist der Gastronomiebetrieb im Innenbereich nicht für das Gastgeschäft konzipiert. Die Folge sind lange Wege und komplizierte Arbeitsabläufe. Die gute Planung im Vorfeld, vielleicht gemeinsam mit einem externen Berater und erfahrenen Experten, ist deshalb von entscheidender Wichtigkeit.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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