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Gastkommentar: Harald Mahrer

14.06.2017

Die aktuellen Kennzahlen des österreichischen Tourismus sind sehr erfreulich: Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft hat einen bedeutenden Anteil von 16,1 Prozent am BIP, und auch die Investitionen der Tourismusbetriebe haben sich zuletzt sehr positiv entwickelt. 41,5 Millionen Gäste in Österreich bedeuten ebenso einen Rekord wie die fast 141 Millionen Nächtigungen. Doch all das ist kein Grund, sich auszuruhen.

​Harald Mahrer, Bundesminister für Wissenschaft, ­Forschung und Wirtschaft

Große Herausforderungen warten auf die Branche, allen voran die allgegenwärtige Digitalisierung. Hier braucht es eine klare Schwerpunktsetzung und ein passendes Gesamtkonzept im Tourismus, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. 
Ein rascher Breitbandausbau, Schaffung von Ganzjahresarbeitsplätzen und neue Kooperations- und Geschäftsmodelle sind essenziell für die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts, gerade – aber nicht nur – im ländlichen Raum. Kann man hier punkten, erhöht sich auch die Arbeitskräftemobilität. Betriebe finden somit leichter die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie brauchen. Um die Qualität der Ausbildung zu verbessern, modernisieren wir bis 2020 54 Lehrberufe – darunter auch relevante Tourismusberufe – und machen die Lehre damit fit für die Digitalisierung. Zusätzlich fördern wir Sprachkompetenz und Auslandserfahrung. Denn nur mit einer noch stärkeren Internationalisierung der Branche wird es auch in den kommenden Jahren Rekordzahlen geben. Gelingt die Modernisierung, die verstärkte Beschäftigung mit der Digitalisierung sowie die notwendige Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und sozialer wie ökologischer Verantwortung, wird man auch in Zukunft vom österreichischen Tourismus als für die heimische Wirtschaft bedeutendem Faktor sprechen.

Harald Mahrer
Bundesminister für Wissenschaft, ­Forschung und Wirtschaft sowie Tourismus

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