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The Bank Bar

Gastro-Online-Buchung: Nutzen oder Nachteil?

18.09.2019

Während bei Hotels die Online-Buchungen boomen, erfasst dieser Trend die heimische Gastronomie nur zögerlich. Reservierungen werden häufig immer noch telefonisch gemacht.

Die Weinbank: Christian Zach und Gerhard Fuchs

Was die Reservierungsmöglichkeiten angeht, ist „The Bank“ im Wiener Hyatt-Hotel sehr breit aufgestellt. Die Gäste des noblen Lokals in der historischen Kassenhalle des ehemaligen Bankgebäudes am Hof können über Bookatable, per Mail, über Facebook oder Instagram oder direkt auf der Homepage buchen. In der Praxis greifen aber 80 Prozent lieber zum Telefon. „Online-Reservierungen machen bislang nur 20 Prozent aus“, sagt John Patrick Rogado, General Manager von „The Bank“. „Das Online-Buchungstool funktioniert zwar sehr gut, aber es gäbe noch Verbesserungsmöglichkeiten – vor allem das Zusammenspiel von telefonischer und digitaler Reservierung könnte noch optimiert werden. „Vorläufig sind wir noch an den Laptop gebunden, wenn wir wissen wollen, welche Tische noch frei sind“, meint Rogado. Bei No-Shows werden in „The Bank“ keine Stornogebühren verrechnet – außer es handelt sich um Veranstaltungen, das würde aber im Vorfeld vertraglich festgelegt. 

Mehr Zeit für Auszeit

Hubert Wallner vom See Restaurant Saag verwendet ebenfalls das Lifebooking-Tool von Bookatable. „Das wird auch von unseren Gästen immer besser angenommen. Für uns hat das den Vorteil, dass wir beispielsweise den Ruhetag oder den Urlaub besser genießen können, weil uns das Reservierungssystem Arbeit abnimmt“, sagt Wallner. Ein weiterer Vorteil der Online-Buchung sei, dass man so das Einverständnis der Gäste bekomme, Kontaktdaten zu speichern, um sie für betriebsinterne Belange – wie etwa Newsletter – zu speichern. Telefonische Anfragen gibt es immer noch. „Das werde ich auch nicht ändern, weil es wichtig ist, persönlichen Kontakt zu den Gästen zu haben.“ 

Kostenlos storniert werden kann in Wallners Seerestaurant bis 24 Stunden vorher. Wir sind aber sehr kulant, wenn ein Gast tatsächlich verhindert ist. „Nur bei No-Show verlangen wir eine Stornogebühr. Die beträgt 120 Euro pro Person – das kommt aber sehr selten vor. Wenn doch, bieten wir den No-Show-Gästen die Hälfte der Gebühr als Gutschein an, wenn sie innerhalb von einem halben Jahr wiederkommen“, beschreibt Wallner. 
Für Adriana Hassler in Bad Kleinkirchheim punkten Online-Reservierungssysteme ebenfalls hauptsächlich die „Zeitersparnis im operativen Bereich“. Seit Anfang 2018 wird in ihrem Restaurant Adriana das System „Bookatable by Michelin“ verwendet. 

„Der Kunde kann direkt im System seine Buchung auch stornieren, oder er gibt uns per Telefon Bescheid. In diesem Fall übernehmen wir das für die Kunden und er bekommt eine Benachrichtigung per Mail“, sagt Hassler. 

Nur mit Online-Reservierung

Bei Gerhard Fuchs und Christian Zach von „Die Weinbank“ in Ehrenhausen können Gäste direkt auf der Homepage über ein Online-Formular reservieren. „Wir beantworten das aber selbst, es geht nicht automatisch. Der Grund dafür ist, dass wir keine fixe Tischaufstellung haben. Die Standard-Buchungstools sind bei uns deshalb nicht möglich“, erklären die beiden Weinbank-Betreiber. Im Wirtshaus wird vorwiegend telefonisch reserviert oder direkt über die Website. „Im Fine-Dining-Bereich kann man aber nur online reservieren. Das hat den Vorteil, dass wir uns so auch über spezielle Wünsche, Unverträglichkeiten oder Allergien schon vorab informieren können“, erklären Fuchs und Zach.

Autor/in:
ute.fuith
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