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Gastronomie mit Kick

20.06.2008

Der Countdown in der nagelneuen Event-Location in Rettenegg im steirischen Joglland verlief planmäßig. Während auf der Großbildleinwand voll Inbrunst die Schweizer Hymne angestimmt wurde, absolvierte Günther Pozdina das Finale seiner Weinverkostung, bei dem die Gäste einem östereichischen Merlot den Vorzug gebenüber einem spanischen Rioja gaben.

„Forelle mit Kick“ begeisterte die Gäste im neuen Dorfstadl von Rettenegg

Auf dem Programm stand ein Abend unter dem Motto „Forelle mit Kick“, zu dem Erich Tösch und Sonja Pfeiffer vom Forellengasthof Joglland in den nagelneuen Rettenegger Dorstadl geladen hatten. Die beiden hatten im Vorjahr das ÖGZ-Gewinnspiel um einen „Coolen Event“ gewonnen und die Eröffnung der EURO zum Anlass genommen, dieses Projekt nunmehr in die Tat umzusetzen. Nicht nur der Wein präsentierte sich mit Länderspielatmosphäre.

Matchball beim Buffet
Das Buffet wartete mit Spezialitäten aus zahlreichen Teilnehmerländern von Österreich bis zur Türkei auf, wobei natürlich Fischgerichte im Vordergrund standen. Und auch die Moderation durfte bei einem ballestrisch inspirierten Abend nicht fehlen. Der Kabarettist und Stimmenimitator Oliver Hochkofler sorgte mit seinen Auftritten für beste Stimmung. „Ich denke, wir konnten mit unserem Programm die Erwartungserhaltung unserer Gäste in jeder Hinsicht erfüllen, wenn nicht übertreffen“, zieht die Wirtin Sonja Pfeiffer eine zufriedene Bilanz. So wie im Forellengasthof Joglland hat der Fußball in dern einen oder anderen Form in einen Vielzahl von Gastronomiebetrieben Einzug gehalten oder den Unternehmensauftritt gegenüber den Gästen zumindest beeinflusst. Wirte wie etwa Erich Mayrhofer nutzen verfügbare Räumlichkeiten zur TV-Übertragung. In seinem Landgasthof Bärenwirt in Petzenkirchen gibt es unter dem Motto „Fußball total“ alle EM-Spiele live. Einen radikalen Kontrapunkt setzt der traditionsreiche Hohlwegwirt, der sich zur fußballfreien Zone erklärt und seine Kommunikation auf die gebotenen Gerichte beschränkt.
In Summe sind die deklarierten Fußball-Verweigerer aber wohl in der Minderheit. Allein rund 750 Gastronomen schlossen sich im Osten Österreichs der Aktion „Fußball beim Wirt“ an, die unter anderem von der Wirtschaftskammer und Raiffeisen ins Leben gerufen wurde.
Uneingeschränkt verknüpft sind Gastronomie und EURO letztlich in den Fanzonen und im Public-Viewing-Bereich.

Uneingeschränkt verknüpft sind Gastronomie und EURO letztlich in den Fanzonen und im Public Viewing-Bereich.
86 Gastronomiestände allein sind es, die in Österreichs größter Fanzone am Wiener Ring ihre Speisen und Getränke an täglich bis zu 75.000 Fußball-Fans verkaufen.
Dabei verändert die EURO durchaus auch die heimische Catering Szene. So ist in Wien mit der Impacts Event & Catering GmbH. ein gemeindenahes Unternehmen mit der Gesamtorganisation der Fanzone betraut und zum Gastro-Giganten gewachsen.
„Insgesamt werden wir rund 3,5 bis vier Millionen Gästen verköstigen. Allein an der Fanmeile werden drei Millionen Krügel Bier und eine halbe Million antialkoholische Getränke ausgeschenkt. Gegen den Hunger gibt es unter anderem 60 Tonnen Leberkäse in 600.000 Semmeln und 300.000 Paar Würstel“, belegt Christian Chytil, CEO von impacts, stolz anhand von Zahlen, in welchen Dimensionen sein Gastronomieunternehmen da agiert. Für die Logistik stehen allein in der Wiener Fanzone 120 begehbare Kühlhäuser zur Verfügung.
Dazu sorgt das Impacts-Team auch im internationalen Medienzentrum, in den exklusiven Skyboxen direkt am Rathausplatz und im riesigen „Meinl Café“ zwischen dem Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum für das Wohl der Millionen Gäste. Und zu guter Letzt hat impacts die komplette Publikumsgastronomie im Salzburger EM-Stadion übernommen.
Aber auch außerhalb der Fanzonen prägt der Fußball die Gastronomie. Hunderte haben das Euphorio-Projekt der Wirtschaftskammer aufgegriffen, allein 209 weist die Website im EURO-Bundesland Kärnten aus. Ähnlich erfolgreich auch die Initiative „Fußball beim Wirt“ im Osten Österreichs. 750 Gastronomen haben sich an der von Raiffeisen, WK Wien und dem Wiener Bezirksblatt ins Leben gerufenen Aktion angeschlossen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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