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Gay-Tourismus kurbelt die Reiseindustrie an

02.05.2013

Berlin. Die aktuelle von der ITB Berlin präsentierte Studie von Community Marketing Inc. belegt, dass schwule und lesbische Reisende höhere Ausgaben auf Reisen haben. Für die Auswahl des Reiseziels ist Freundlichkeit und Akzeptanz gegenüber schwulen und lesbischen Gästen ganz entscheidend.

Schwule und lesbische Hotelgäste geben im Urlaub durchschnittlich 57 Prozent mehr Geld aus als heterosexuelle Reisende. Das belegt eine aktuelle Studie des ITB Berlin Partners Community Marketing Inc., die von Rika Jean-Francois, CSR Beauftragte der ITB Berlin und Vorstandsmitglied bei der International Gay&Lesbian Travel Association (IGLTA) auf dem ITB Berlin Kongress sowie kürzlich auf einer Strategietagung von Wien Tourismus vorgestellt wurde. Insgesamt 5.700 Personen wurden bei der Umfrage von Community Marketing Inc. Ende vergangenen Jahres in den USA zu ihren Reisegewohnheiten befragt. Neben den Hotels profitiert laut der Studie auch die gesamte Destination von den sogenannten LGBT-Reisenden (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender).

Sonne, Kultur, Stand und Kulinarik
Die Tatsache, ob ein Reiseziel sich als freundlich („gay-friendly“) gegenüber LGBT Urlaubern präsentiert, zählt laut der Umfrage für 40 Prozent der schwulen und für knapp ebenso viele lesbische Befragte aus den USA zu den wichtigsten Beweggründen bei der Wahl der Destination. Bei den Ansprüchen an den Urlaub liegt bei 67 Prozent der schwulen und 66 Prozent der lesbischen Reisenden das warme Wetter an der Spitze, gefolgt von kulturellen Angeboten, Strand und Kulinarik. Bei der Auswahl eines Hotels zählte die Lage für 33 Prozent der schwulen und 30 Prozent der lesbischen Befragten zu den ausschlaggebenden Gründen. Der Preis landete mit rund 30 Prozent bei beiden Zielgruppen auf Platz zwei. LGBT-Reisende sind sehr internetaffin: Bei der Informationssuche rund um ihre Reise vertrauen 59 Prozent der lesbischen und 54 Prozent der schwulen nordamerikanischen Reisenden auf Empfehlungen von Freunden und Familie. Danach folgen Reise-Websites. Werbung, die sich speziell an die LGBT-Zielgruppe richtet, wurde von 41 Prozent der schwulen und 36 Prozent der lesbischen Reisenden bei der Suche nach Informationen genutzt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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